{"id":4076,"date":"2015-04-03T23:30:27","date_gmt":"2015-04-03T21:30:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wababbel.de\/ferdi\/?page_id=4076"},"modified":"2015-04-13T00:32:49","modified_gmt":"2015-04-12T22:32:49","slug":"zweiter-gesang","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/?page_id=4076","title":{"rendered":"Zweiter Gesang"},"content":{"rendered":"<p>Froher entsteig ich dem finstern Gebiet der n\u00e4chtlichen Schauer<br \/>\nAls des Erebus Dunkel vordem der thrazische Barde;<br \/>\nSehe mit Wonne den Tag, und das heilige Licht, und des Himmels<br \/>\nEwigen Azurdom, geschm\u00fcckt mit der strahlenden Sonne,<br \/>\nWelche den Saum der Wolkengestalten im Abend verg\u00fcldet.<br \/>\nErde, wie bist du so sch\u00f6n? Ein irdischer Himmel, der Wohnsitz<br \/>\nMeiner befreundeten Menschen. Empfangt mich wieder, empfangt mich,<br \/>\nTeure, verbr\u00fcderte Menschen, in eurem geselligen Kreise!<br \/>\nEuch zu Liebe betrat ich der Nacht pfadlose Gefilde;<br \/>\nAus ein\u00f6diger Tiefe zur\u00fcckgekehret zum Schauplatz<br \/>\nEiner bekannteren Welt, wo gl\u00fchendes Leben sich reget,<br \/>\nWo der W\u00e4lder Gesang mich tausendstimmig bewillkommt,<br \/>\nEil ich, in eurer Umarmung zu ruhn mit herzlicher Inbrunst.<br \/>\nWar die G\u00f6ttin mir gleich Begleiterin, dennoch erf\u00fcllt mich<br \/>\nFeurig der Drang, an euch mich zu schlie\u00dfen, der Mensch an die Menschen.<br \/>\nEuch viel n\u00e4her verwandt schmiegt herzlicher, inniger, trauter,<br \/>\nVoll des w\u00e4rmsten Gef\u00fchls, an das eure mein Herz sich, empfindet<br \/>\nMenschlicher. Traun! Oft hat mein Busen dieses empfunden,<br \/>\nWann ich stand an dem Lager des \u00e4chzenden Kranken, und ringsum<br \/>\nJeglicher Blick in dem meinen zu lesen suchte das Urteil<br \/>\n\u00fcber Leben und Tod; doch dann auch, Heil mir! empfand ichs,<br \/>\nWann ich der Blindheit Nacht wegnahm von dem Auge der Br\u00fcder,<br \/>\nDass sie wieder den Tag aufgl\u00fchn sahn, zitternd sich freuten<br \/>\nOb dem erneuten Wonneanblick der teuren Geliebten.<br \/>\nRettungsdank, ihn ernten, entz\u00fcckt mit der Wonne der G\u00f6tter<br \/>\nSterbliche. Rettungsdank zu verdienen, beginn&#8216; ich von neuem<br \/>\nMeinen Gesang zum Preis der genesungsstr\u00f6menden Urnen.<\/p>\n<p>Jeglicher Heilungsquelle bewundernsw\u00fcrdigen Ursprung<br \/>\nHab ich kennen gelernt, und belauscht ihr kindliches Lallen<br \/>\nDort, wo die alte Nacht in schaurigen Grotten sie g\u00e4ngelt.<br \/>\nMuse, mit mir besuche sie nun in der F\u00fclle der Jugend,<br \/>\nWo sie zuerst den Felsen entst\u00fcrzt, mit Silbergesprudel<br \/>\nFreudig die Sonne begr\u00fc\u00dft, und in sch\u00f6neren Ufern dahinwallt,<br \/>\nOder sich tief im Haine verliert, wo gaukelnde Weste<br \/>\nSich an der k\u00fchlenden Welle die matten Schwingen erfrischen!<br \/>\nDoch, wo beginne, wo end&#8216; ich? Es fasst ja die Namen der Quellen<br \/>\nKeine Zahl; auch w\u00e4r&#8216; es vergebens, jede zu nennen.<br \/>\nFruchtlos w\u00e4r&#8216; es, im Liede die Nymphen alle zu preisen,<br \/>\nWelche der Vorwelt Barden mit Hymnen ehrten; es sind ja<br \/>\nL\u00e4ngst im Strome der Zeit die silbersprudelnden Urnen<br \/>\nJener Najaden versunken. <span style=\"color: #993366\">Kallirrhoe<\/span> spielt mit den Schwestern<br \/>\nNicht mehr unter den Palmen am Ufer der Quelle Phiala.<br \/>\nJuda wallet nicht mehr zu der salomonischen Tadmor<br \/>\nQuellen, die jetzo vielleicht im Sande der schweigenden Wildnis<br \/>\nUnter den moosigen Tr\u00fcmmern versiegen der alten Palmyra.<br \/>\nSelbst der herrliche Chor von Hellas Efydriaden,<br \/>\nAch! er entfloh schon l\u00e4ngst zum Korallenhaine der Mutter,<br \/>\nDort in stiller Trauer zu weinen \u00fcber Achaeas<br \/>\nHingeschwundenen Ruhm. Ausoniens liebliche Nymphen<br \/>\nLaden nicht mehr mit Silbergesang das m\u00e4chtige Volk ein<br \/>\nAus hetruskischem Stamm. <span style=\"color: #993366\">Die heilsamen Quellen zu Baj\u00e4<\/span><br \/>\nLispeln mit lyrischem Ton in Flakkus Liedern allein noch.<br \/>\nAlbion locket mich zwar mit seinen besungenen Hainen<br \/>\nUnter die freundliche Schar der perlengeschm\u00fcckten Najaden,<br \/>\nLadet mich ein an der sanften <span style=\"color: #993366\">Avonia<\/span> Feengestade,<br \/>\nWo noch oft in der Sommernacht um die Grotte, die Shakespeare<br \/>\nEinst als Knaben verbarg, Melodien der Geister ert\u00f6nen.<br \/>\nZwar winkt dort mir die Schwester mit ihren goldenen Zinnen,<br \/>\nAttischen Marmorgeb\u00e4uden, mit ihren H\u00fcgeln und G\u00e4rten,<br \/>\nWo sich die Zwillingsschwestern ergehn, Gesundheit und Freude;<br \/>\nZwar in den Talen der Alpen und Apenninen entrieselt<br \/>\nMancher Genesungsbrunnen der moosbewachsenen Felskluft,<br \/>\nUnd die Schalmeien der Hirten belauscht oft eine Najade,<br \/>\nWert des Gesangs, und der Kr\u00e4nze, geflochten von euch, ihr Kam\u00f6nen:<br \/>\nAn der besegelten Wolga Gestad und <span style=\"color: #993366\">in Tauriens Steppen<\/span><br \/>\nNahm, o forschender Pallas, dich auf heilbringender Nymphen<br \/>\nFelsenbehausung; dir scholl in einsam bewanderter Wildnis<br \/>\n<span style=\"color: #993366\">Zarizinens Gesang<\/span> aus ihrer verborgenen Grotte.<br \/>\nDoch ich feire sie nicht; mir winkt in Teutoniens W\u00e4ldern,<br \/>\nReicht mir die Leier der Barden das Vaterland zum Gesange.<br \/>\nReich ist das heilige Land Thuiskons, reich an des Halmes<br \/>\nFrucht nicht allein, an Trauben, Gewild, Bergw\u00e4ldern und Landseen;<br \/>\nAuch ergiebiger sind an weitgefeierten Quellen,<br \/>\nAls die besungenen H\u00f6hn des Auslands, seine Gebirge.<br \/>\nEinigen unter der Menge der vaterl\u00e4ndischen Nymphen<br \/>\nT\u00f6nt mein Feiergesang; nur einige will ich bekr\u00e4nzen<br \/>\nMit den goldenen Blumen des Hains am hohen Parnassus.<\/p>\n<p>Dich vor allen, dich gr\u00fc\u00dft mein Lied vor allen in Winfelds<br \/>\nTal, o heiliger Born, du G\u00f6ttergeschenk Hygieens!<br \/>\nWo der Druiden Orakel vordem schon ehrten die V\u00f6lker.<br \/>\nSeit Jahrtausenden wallet das Siechtum schon zu den Hallen,<br \/>\nWo dein fl\u00fcssiges Silber mit lautem Gesprudel emporquillt.<br \/>\nWeichlinge, die sich im Hain zu Paphos fr\u00fche verirrten,<br \/>\nDie den himmlischen Amor verkannten, den irdischen liebten,<br \/>\nTauchen sich hier in die Flut, und Kraft kehrt wieder den Nerven.<br \/>\nDein Heilwasser entwinkt die langsam sterbende Schwermut<br \/>\nIhrem Zypressenhain in der Fr\u00f6hlichkeit rosenumbl\u00fchte<br \/>\nLauben; entwinkt Ein\u00f6den den melancholischen Tiefsinn<br \/>\nZu den bl\u00fchenden G\u00e4rten, und gr\u00fcnen Gehegen der Freude.<br \/>\nZu dir pilgert das M\u00e4dchen, ein zitterndes Opfer verschm\u00e4hter<br \/>\nLiebe, der J\u00fcngling zu dir, an dem die Liebe sich r\u00e4chte.<br \/>\nSiehe, und Friedrich, dem Helden, entw\u00f6lkte den Adlerblick einst<br \/>\nDein ambrosischer Trank, und es reift in der gl\u00fchenden Brust ihm<br \/>\nM\u00e4chtiger Taten Entwurf! Im Cheruskawalde durchdrang ihn<br \/>\nHerrmanns kriegrischer Geist, und du st\u00e4hltest zu k\u00fcnftigen Siegen<br \/>\nIhm den gewaltigen Arm! Dein Ruhm sei ewig, wie Friedrichs!<\/p>\n<p>Meld&#8216;, o Muse, des Bades Entdeckung <span style=\"color: #993366\">am Ufer der T\u00f6pla<\/span>!<br \/>\nUnter dem lauten Get\u00f6n hellgellender H\u00f6rner durchsuchten<br \/>\nJ\u00e4ger das waldige Tal, und hinter dem fliehenden Dammhirsch<br \/>\nScholl der Doggen Gebell, dass rings erwachte der Nachhall.<br \/>\nPl\u00f6tzlich st\u00fcrzte das Wild im Entfliehn, und zappelt&#8216; am Boden,<br \/>\nUnten am Schenkel gel\u00e4hmt vom hei\u00dfaufsprudelnden Bergquell,<br \/>\nDer dort unter Wacholdergestr\u00e4uch sich ergoss. Und ber\u00fchmt ward<br \/>\nBald das Genesungsbad, und V\u00f6lker vom Morgen und Abend<br \/>\nStr\u00f6mten herbei, wie vordem zum Orakel des felsigen Delphi.<br \/>\nHier quillt Rettung dem Dulder der unaussprechlichen Martern<br \/>\nJener Gesellin der Gicht, von einerlei Mutter geboren.<br \/>\n<span style=\"color: #993366\">Kalkulofuria<\/span> hei\u00dfet der Name dieser verhassten<br \/>\nQu\u00e4lerin; sie zu verjagen vermag oft keiner der Meister;<br \/>\nSelbst nicht dem Koer, und k\u00e4m&#8216; er zur\u00fcck aus Elysiums Hainen,<br \/>\nW\u00e4re die h\u00f6llische Macht des Ungeheuers bezwingbar.<br \/>\nAber die Feindin ganz zu zermalmen r\u00fcstet geheime<br \/>\nKraft dies heilsame Bad. Zum Acheron flieht das Verderben.<br \/>\nWie vom flutenden Nil \u00c4gypten empf\u00e4ngt die Befruchtung,<br \/>\nDann aus ebbendem Strom wie neugeschaffen hervorgeht,<br \/>\nBl\u00fchet: so steigt hier selber das Alter, gekr\u00f6net mit Jugend,<br \/>\nAus der umfangenden Flut. Hier schleudert die Kr\u00fccken der Kr\u00fcppel<br \/>\nWeit von sich weg mit Gejauchz; hier st\u00e4rkt sich der Lahme zum Reigen.<br \/>\nJ\u00fcnglinge, welche den Pfad der sittlichen Tugend verlie\u00dfen,<br \/>\nUnd an Cytherens Alt\u00e4ren die Bl\u00fcte der Jugend und Unschuld<br \/>\nOpferten, baden sich hier, und den Wangen kehret der Fr\u00fchling,<br \/>\nAber die Ruhe der Seele, des Herzens edenischer Friede<br \/>\nKehrt ach! nimmer zur\u00fcck. Denn o! wo quillt ein Nepenthe<br \/>\nF\u00fcr die Martern der Reue, die Qual des erwachten Gewissens?<\/p>\n<p>Wem doch schweiget der Hain hochfeierlich? Ist der Bezirk hier<br \/>\nHeilig dem \u00f6rtlichen Gott? Ist hier ein Tempel der Nymphen?<br \/>\nSchlummert in moosiger Grotte vielleicht <span style=\"color: #993366\">dort selber Bilina<\/span>?<br \/>\nO du, welcher der Hallen sich naht der wei\u00dfen Najade,<br \/>\nTritt sanft \u00fcber die Schwell, und erquicke dich! Lege zum Dank ihr<br \/>\nAuf den Felsenaltar des Fr\u00fchlings helleste Blume,<br \/>\nSchweigend, und fleh&#8216; um Gedeihn in festlicher Stille die G\u00f6ttin!<\/p>\n<p>Wo nun T\u00f6plitz empor sich hebt mit prangenden H\u00e4usern,<br \/>\nAnmutsvoll von G\u00e4rten umringt und Rebengefilden,<br \/>\nGraunvoll w\u00f6lkte sich hier die Nacht eins \u00fcber der Heide,<br \/>\nUnd die verk\u00fcmmerten Adern der Heilflut rieselten fruchtlos<br \/>\nHin in den Waldmorast, willkommen den borstigen Ebern,<br \/>\nDie, von der Herde verirrt, im qualmenden Pfuhle sich w\u00e4lzten.<br \/>\nDoch am dritten Tage verriet ihr Geschrei sie den Hirten<br \/>\nTief im innersten Forst. Hier hatten indes um die M\u00fcndung<br \/>\nWeggew\u00fchlet den Schlamm mit dem R\u00fcssel die grunzenden Eber:<br \/>\nUnd es ergoss sich der Quell ungehindert mit gr\u00fcnlicher Welle,<br \/>\nJetzt ein gepriesenes Bad, das Asyl qualduldender Kranken.<\/p>\n<p>Aber wie r\u00fchmt mein Lied, Spanymphe, wie r\u00fchmt es dich w\u00fcrdig?<br \/>\nF\u00fcnf sind deiner Geschwister, und jegliche spendet die F\u00fclle<br \/>\nIhrer kristallenen Fluten zum Heil der leidenden Menschheit.<br \/>\nDein Heilwasser entf\u00fchrt den Mutterquellen der Heimat<br \/>\nIns umliegende Land auf schwer hinrollender Achse<br \/>\nJ\u00e4hrlich der Handel, entf\u00fchrt auf Schiffen der k\u00fchnere Segler<br \/>\n\u00dcber den R\u00fccken des Meers zu des Indus Reich und den Inseln.<br \/>\nAlbion kennt dich, es kennt dich Hesperien, ach! und <span style=\"color: #993366\">der Franken<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #993366\"> Ungl\u00fcckseliges Volk<\/span>, das jetzt in dem Blute der sp\u00e4ten,<br \/>\nAllzuschrecklichen Rache den meuchelm\u00f6rdrischen Dolch f\u00e4rbt.<br \/>\nHa! Noch schmettern die Kriegsdrommeten, noch hallet der Donner<br \/>\nDumpf in der Sieger Triumpfausruf und der Fallenden Angstschrei;<br \/>\nBlut str\u00f6mt \u00fcber das Feld; Europa zittert; der Schutzgeist<br \/>\nGalliens flieht unwillig, und weint in der \u00d6de den Hinsturz<br \/>\nSeines Reiches, wo jetzt die w\u00fctende Furie Rachsucht<br \/>\nSitte, Gesetz und Recht in die Acht erkl\u00e4rt und dahinw\u00fcrgt.<br \/>\nKehr&#8216;, o Friede, zur\u00fcck! Mit Sehnsucht harren die V\u00f6lker.<br \/>\nKomm und pflanze Minervens lebendig gr\u00fcnenden \u00d6lbaum<br \/>\nStatt des verdorrenden Freiheitsbaums in Galliens Ebnen.<br \/>\nKehr, o Friede, zur\u00fcck, und winde den heiligen \u00d6lzweig<br \/>\nMeinem Vaterland um die Stirn auch! F\u00fchre die Streiter<br \/>\nAus dem blutigen Felde zur\u00fcck in die Fluren der Heimat,<br \/>\nIn den empfangenden Jubelgesang zurufender St\u00e4dte,<br \/>\nUnd zu den sprudelnden Urnen der segensreichen Najaden,<br \/>\nDass die geschlagne Wunde vernarbe, das zehrende Fieber,<br \/>\nDurch die F\u00e4ulnis entflammt, den verst\u00fcmmelten Gliedern entweiche!<\/p>\n<p>Feire, Gesang, das Genesungsbad <span style=\"color: #993366\">der pannonischen Nymphen<\/span>,<br \/>\nJeglichen Sommer besucht von den reichen Bewohnern der hohen<br \/>\nKaiserstadt. Den Gehalt der weichen Gew\u00e4sser erforschte<br \/>\nJ\u00fcngst erst Voltas Kunst; doch seit Jahrhunderten stieg schon<br \/>\nAus den Str\u00f6mungen hier bleichwangiger Siechlinge Menge,<br \/>\nDie der Genesung Gl\u00fcck verdankten dem kr\u00e4ftigen Heilbad.<br \/>\nHier, ich bin es gewiss, hier h\u00e4tte die br\u00fcnstige Saphho<br \/>\nSichrer die w\u00fctende Flamme getilgt, und Heilung gefunden,<br \/>\nAls durch jenen gef\u00e4hrlichen Sprung vom leukadischen Felsen<br \/>\nIn das ionische Meer. Der Badende taucht sich gem\u00e4chlich<br \/>\nHier in die wallende Flut, und die lauliche Welle bes\u00e4nftigt<br \/>\nM\u00e4hlich das gl\u00fchende Blut in den Adern, emp\u00f6rt von dem Fieber,<br \/>\nDas im Verborgenen flammt, und das \u00d6l des Lebens verzehret.<\/p>\n<p>Dich auch preise mein Lied, <span style=\"color: #993366\">Selteria<\/span>, liebliche Nymphe,<br \/>\nDeren Behausung sich w\u00f6lbt in des Westerwaldes Umschattung,<br \/>\nWo im klaren Forellenbach Philomele sich spiegelt.<br \/>\nDeinen Urnen entsch\u00f6pft der denkende Flei\u00df der Erquickung<br \/>\nNektar, und ehrt dich im stillen Gebet, und mit dankenden Hymnen.<br \/>\nWem die st\u00f6hnende Brust einengt die Gewalt der Beklemmung,<br \/>\nOder ein stockender Wust das feine Ge\u00e4der der Lungen<br \/>\nAnf\u00fcllt, trinket den Quell, und atmet freier die Luft ein,<br \/>\nAtmet den Fr\u00fchlings\u00e4ther, durchw\u00fcrzt mit balsamischem Hainduft.<\/p>\n<p>Tadel verdiente die Muse, wofern sie zu nennen verschm\u00e4hte<br \/>\nDich, wohlt\u00e4tiger Nymphenchor <span style=\"color: #993366\">im Lande der Katten<\/span>.<br \/>\nZehn Stahlquellen, verk\u00fcndet der Ruf, entrieseln in Schwalbachs<br \/>\nWaldigen T\u00e4lern dem hohlen Gekl\u00fcft erzreicher Gebirge,<br \/>\nJede mit Heilkraft schwanger, und reich an fl\u00fcchtigem \u00c4ther.<br \/>\nKrankende, deren Gebrechen der Kunst der Meister nicht wichen,<br \/>\nSchieden getr\u00f6stet von hier und dankten den helfenden Nymphen.<\/p>\n<p>Bald wetteiferst du, bald! mit dem Chore dieser Najaden,<br \/>\n<span style=\"color: #993366\">Nymphe, die dort an des Rheins Weinh\u00f6hn<\/span> die Grotte bewohnet.<br \/>\nTraue der Muse, sie schaut der Zukunft ferne Gefilde.<br \/>\nDies weissaget ihr Mund: Bald bist du ber\u00fchmt, wie die Schwester,<br \/>\nKr\u00e4nze sprossen dir schon, wie sie Clevias Locken umwehen,<br \/>\nDie nicht ferne von deinem Gebiet in dem Schatten des Lusthains<br \/>\nSpendet die silberne Flut dem h\u00fclfeverlangenden Kranken.<br \/>\nNimm dies Blumengeflecht, den Herold k\u00fcnftiger Kr\u00e4nze<br \/>\nUnd unsterbliches Ruhms, nimms, holde Nymphe! Dir bringt es<br \/>\nAls ein Weihegeschenk die heilsweissagende Muse.<\/p>\n<p>Dein auch, <span style=\"color: #993366\">Decia<\/span>, warten hinfort Dankhymnen und Kr\u00e4nze,<br \/>\nDie dich unter den Menschen dereinst verherrlichen werden.<br \/>\nBald wallfahren zu dir, wie zum Born der gepriesensten Nymphen,<br \/>\nM\u00e4dchen und J\u00fcnglinge; bald entsch\u00f6pft graulockiger Greise<br \/>\nZitternde Hand dein helles, verj\u00fcngendes Wasser dem Urquell,<br \/>\nWos in der F\u00fclle der Kraft, mit geistigem \u00c4ther geschw\u00e4ngert,<br \/>\nNahe dem friedlichen Dorf vollstr\u00f6menden Urnen entrauschet.<\/p>\n<p>Dich auch segnete schon zahlloser Geretteter Menge,<br \/>\n<span style=\"color: #993366\">Nymphe des Osterlands<\/span>. Lustw\u00e4lder und bl\u00fchende G\u00e4rten<br \/>\nPflanzt ein g\u00fctiger F\u00fcrst um deinen gefeierten Quell her.<br \/>\nAllda verweilest du gern, wann still am sternigen Himmel<br \/>\nWandelt der Mond, und die schlummernde Welt mit silbernem Flor deckt.<br \/>\nZu dir gesellet sich oft des Talquells Schwesternajade;<br \/>\nUnd die verschwiegene Nacht lauscht euren erhabnen Gespr\u00e4chen<br \/>\n\u00dcber das g\u00f6ttliche Amt, wozu der ewige Pan euch<br \/>\nWeihete: wohlzutun, der Menschen Geschlecht zu begl\u00fccken.<\/p>\n<p>Heil und Huldigung dir, <span style=\"color: #993366\">Emseria<\/span>, g\u00f6ttliche Nymphe!<br \/>\nM\u00fctterlich n\u00e4hrte dich selbst die Natur in tauender Grotte,<br \/>\nWo sie dich einsam erzog, und ewig bl\u00fchend in Jugend<br \/>\nSahst du \u00c4onen entfliehn. Alt ist dein Ruhm, Hygieens<br \/>\nPriester verehrten dich schon in den grauen Tagen der Vorzeit.<br \/>\nO sei, G\u00f6ttin, hinfort auch jeglichem hold und gewogen,<br \/>\nDer mit frommen Gel\u00fcbden dir naht. Vor allen erbarme<br \/>\nDich der Verlassensten, die den bek\u00fcmmerten Arzt um Genesung<br \/>\nTrostlos flehn, damit dich dereins noch S\u00e4nger der Nachwelt<br \/>\nDurch unsterbliche Lieder verewigen unter den Menschen!<\/p>\n<p>Welch ein gef\u00e4lliges Opfer, o du, Schutzg\u00f6ttin der Quelle<br \/>\n<span style=\"color: #993366\">Dort an den Traubengestaden der Mosel<\/span>, weihet der Dichter<br \/>\nDir auf l\u00e4ndlichem Rasenaltar? Erfreun dich Violen?<br \/>\nOder, gewunden zum Kranz, jungfr\u00e4uliche Lilien? Liebst du<br \/>\nMehr die festliche Rose, die Charis unter den Blumen?<br \/>\nLieb dir sind Violen, noch lieber die festliche Rose,<br \/>\nUnd am liebsten zum Kranz jungfr\u00e4uliche Lilien; dennoch<br \/>\nIst die willkommenste Gabe Gesang dir. Wer den Najaden<br \/>\nDarbringt, was er vermag, mit reinem Herzen, zum Opfer,<br \/>\nSolchen belohnt Wohlfahrt und Gedeihn in der Fremd&#8216; und daheim stets.<\/p>\n<p>Trage, Begeistrung, mich hin zu den H\u00f6hn des wolkigen Taunum,<br \/>\nDen <span style=\"color: #993366\">Wisbada<\/span> bewohnt. Obsthaine, bekr\u00e4uterte Wiesen<br \/>\nSchm\u00fccken das fruchtbare Tal; hinauf am sonnigen Abhang<br \/>\nGl\u00fcht fruchtschwer das Rebengel\u00e4nder vom traubigen Herbste.<br \/>\nSiehe, die Lese beginnt, und der Most sch\u00e4umt unter der Kelter,<br \/>\nK\u00fcnftig die Freude des Mahls und die Labung des schwer Erkrankten.<br \/>\nDir, o Nymphe, verdanket allein die balsamische Traube<br \/>\nFeuer und Kraft. Vielarmig durchstr\u00f6mt dein Quell des Gebirges<br \/>\nKaltes Gekl\u00fcft; verweilet in schaurigen Grotten, und spendet<br \/>\nFruchtbarkeit aus: da f\u00fcllet Gedeihn die schwellende Rebe.<br \/>\nDoch in der Traube Gold nicht allein vergeudest du Segen;<br \/>\nDenn im wimmelnden Tal gr\u00fc\u00dft unter lautem Gesprudel<br \/>\nDein aufwallender Born den Tag als lauliches Heilbad.<\/p>\n<p>Aachen, dich nennet der Ruhm vor vielen herrlichen St\u00e4dten,<br \/>\nDenn du beherbergst gern in den altert\u00fcmlichen Mauern<br \/>\nJ\u00e4hrlich der Fremdlinge Schar; die Bek\u00fcmmerten kommen beladen<br \/>\nAch! mit Krankheitsqual, und die Wiedergeburt zu dem Leben<br \/>\nIst das holde Geschenk, das ihnen die sanften Najaden<br \/>\nNach der keuschen Umarmung zum Angedenken gew\u00e4hren.<\/p>\n<p>Winkt nicht Baden mir dort mit den grauen Ruinen der Bergh\u00f6h,<br \/>\nWo noch wandeln die Geister der alten Heroen im Mondlicht?<br \/>\nDie du mit Matthison einst die bemoosten Tr\u00fcmmer der alten<br \/>\nFeste besangst, o Muse, so sch\u00f6n auch Echo die T\u00f6ne<br \/>\nWiderhallet, so viel dein Lied auch Herzen gewinnet,<br \/>\nAuch mich hat es entz\u00fcckt, zum sch\u00f6neren w\u00fcrden dich hier noch<br \/>\nDiese Ruinen begeistern, zum sch\u00f6nern die reizende Gegend.<br \/>\nSchau, dort \u00fcber der Stadt die Reihe der Traubengebirge,<br \/>\nWo der schneitelnde Winzer den sonnigen Felsen hinanklimmmt.<br \/>\nSchau, wie ringsumher aus purpurner Ferne der T\u00fcrme<br \/>\nKuppeln, vom Abend begl\u00e4nzt, hergl\u00fchn, und hier in dem gr\u00fcnen<br \/>\nTale der Strom die Bilder der farbigen Wolken zur\u00fcckstrahlt!<br \/>\nSchau, wie der bl\u00e4uliche Rauch dort abendlich \u00fcber dem Landsitz,<br \/>\nRings mit Hopfen umpflanzt, zum heitern Himmel emporwallt!<br \/>\nWelch anmutiges Hirtengeheg dort winkt dem Naturfreund,<br \/>\nDer hier weilt, und um Wiedergenesung die Nymphe des Quells fleht,<br \/>\nDer am Fu\u00dfe des Bergs einladet zum heilsamen Bade!<br \/>\nWelch ein Gew\u00fchl um den Dom der Najade! Welch ein Get\u00fcmmel!<br \/>\nSchau, wie dr\u00e4ngt sich der Schwarm der Gesunden und Kranken am Eingang<br \/>\nRings um den Marmor her mit der halbverloschenen Inschrift,<br \/>\nWelche dem Wanderer sagt, dass schon in den Tagen der Vorwelt<br \/>\nHier der Gebrechliche wieder empfing das goldene Kleinod,<br \/>\nDessen Besitz den Genuss der holden G\u00fcter des Lebens<br \/>\nEinzig w\u00fcrzt, und dessen Verlust der Sterblichen letzte,<br \/>\nLetzte Reise zum Land der nichtigen Schatten beschleunigt.<\/p>\n<p>Schwebe, Gesang, vom Giebichenstein hinab in Salinens<br \/>\nSchattige T\u00e4ler, hinab in Lauchst\u00e4dts Ebenen! Siehe,<br \/>\nVon des erwachenden Tags aufgl\u00fchendem Schimmer ger\u00f6tet,<br \/>\nBlinkt dort \u00fcber dem Brunnen der Dom, aus Quadern erbauet.<br \/>\nBrecht, Saxoniens T\u00f6chter, an siegenden Reizungen Hellas<br \/>\nHuldinnen gleich, an schlanker Gestalt und schwebendem Hergang,<br \/>\nAber an zartem Gef\u00fchl den rosigen M\u00e4dchen von Lesbos,<br \/>\nBrecht mir Blumen im Hain mit euren Lilienh\u00e4nden,<br \/>\nLeiht mir vom seidenen Haar, das euch um Busen und Schultern<br \/>\nLockicht ruht, zur goldenen Fessel des duftenden Kranzes!<br \/>\nFlechtet ihn selbst, ihr Holden, und bringt ihn freundlich dem S\u00e4nger,<br \/>\nDass er dort in dem Garten, im Dufte des d\u00e4mmernden Fruchthains,<br \/>\nDer sie mit Bl\u00fcten beweht, die wandelnde Nymphe bekr\u00e4nze!<br \/>\nEuch wird lohnen daf\u00fcr mit freundlicher H\u00fclfe die G\u00f6ttin,<br \/>\nEuch mit segnender Hand selbst reichen die Flut der Genesung,<br \/>\nWann Morbonens Hauch die Purpurblume des Mundes<br \/>\nPl\u00f6tzlich versenget und bleicht, und die Kraft austrocknet der Nerven,<br \/>\nOder ein langsam Fieber umflort den Blick der Gesundheit,<br \/>\nDer sonst Herzen bezwang, und nun stilltrauernd vergl\u00fchet,<br \/>\nGleich dem erl\u00f6schenden Stern am Saum der tagenden Wolke.<\/p>\n<p>Folget mir nach, ihr B\u00fcrger der K\u00f6nigsstadt, an das Ufer<br \/>\nJenes besegelten Stroms! Dort nachbarlich quillet ein Brunnen<br \/>\n<span style=\"color: #993366\">Im anmutigen Tal<\/span>. Hoch preisen die Meister der Heilkunst<br \/>\nSeine gesegnete Flut, die zum Heil dem entkr\u00e4fteten Siechling<br \/>\nStr\u00f6mt, und von neuem die Glieder mit Lebensw\u00e4rme beseelet.<br \/>\nWie sich um schmachtende Kr\u00e4uter verbreitet des Taues Erfrischung<br \/>\nNach anhaltender D\u00fcrre: die Blumen erheben die H\u00e4upter<br \/>\nWieder, und rings err\u00f6tet von purpurnen Keimen der Anger:<br \/>\nSo durchdringet das Herz dem Badenden hier der Genesung<br \/>\nWonne; Gesundheit wirft ihr Rosengewand um den Leib ihm;<br \/>\nFreudiger blicken umher die anmutstrahlenden Augen,<br \/>\nFreudiger wallt in den Adern das Blut, die Wangen umstr\u00f6mt Glut.<\/p>\n<p>Th\u00fcringens Auen, empfangt den S\u00e4nger und Freund der Najaden,<br \/>\nDass er besuche den Quell der einsamen Nymphe zu Bibra.<br \/>\nFleuch in dieses Gefild, o Freund, der entzogenen Mu\u00dfe,<br \/>\nFleuch aus l\u00e4rmenden St\u00e4dten in diese verschwiegenen Haine,<br \/>\nWo kein Laut als jener von singenden V\u00f6geln ert\u00f6net<br \/>\nZu dem sanften Gelispel der lenzgen\u00e4hreten Wipfel.<br \/>\nHier lass unter der Lauherberge die Nymphe dir reichen<br \/>\nIhren Nepenthekelch,und atme den w\u00fcrzigen Feldduft,<br \/>\nWann der Morgen den Schmelz vielfarbiger Wiesen bepurpurt.<br \/>\nWie der \u00f6stliche Strahl die fliehenden Schatten verkl\u00e4ret<br \/>\nEiner Gewitternacht, und die s\u00e4uselnden L\u00fcftchen der Fr\u00fche<br \/>\nAlle Gew\u00f6lke zerstreun: so wird den d\u00fcsteren Nebel,<br \/>\nDer den Blick dir umflort, der Nelkenhauch der Genesung<br \/>\nM\u00e4hlich verwehn; bald kehrt mit verj\u00fcngenden Strahlen die Sonne<br \/>\nDeiner Freuden zur\u00fcck und \u00fcberg\u00fcldet die Zukunft.<\/p>\n<p>Muse, verschweige sie nicht, die heilsamen l\u00e4ndlichen Nymphen<br \/>\n<span style=\"color: #993366\">Dort in Bohemiens Flur<\/span>. Hervor im geselligen Landhof<br \/>\nQuillt vollwallend der Born der gelobtesten; viele der Schwestern<br \/>\nStr\u00f6men im freien Gefild aus steinerner Urne die Salzflut.<br \/>\nWessen Verdauung der Wust schwarzgallichter Sch\u00e4rfen verschl\u00e4mmet,<br \/>\nDrin sich der Keim entwickelt zu langsam t\u00f6tenden \u00dcbeln,<br \/>\nDie, wie der gierige Wurm die gesundeste Pflanze des Gartens,<br \/>\nEndlich die n\u00e4hrenden Wurzeln des Lebensbaumes benagen:<br \/>\nIhm beut hier die Genesung den goldenen Becher der Heilung,<br \/>\nUnd zu Tisiphonens Reich entflieht das w\u00fcste Verderbnis.<\/p>\n<p>Bist du Hesperiens T\u00e4lern entflohn, <span style=\"color: #993366\">Egeria<\/span>? Bist du<br \/>\nJene Najade, die, gleich der helfenden Ilithyia,<br \/>\nEinst anriefen die M\u00fctter der weltbeherrschenden Roma?<br \/>\nBist du selber die G\u00f6ttin Egeria? Oder empfingst du<br \/>\nNur den ehrenden Namen von Numas ernster Gespielin?<br \/>\nWer du auch seist, dich gr\u00fc\u00dft mein Lied mit dem herrlichen Namen,<br \/>\nNennt dich Egeria, G\u00f6ttin und Helferin, weil du den Heilquell<br \/>\nHier im bl\u00fchenden Tal hinstr\u00f6mst zum Segen der Menschen.<\/p>\n<p>Wenn nicht ernster Gesetze Verwaltung, o Hoym, dich zur\u00fcckh\u00e4lt,<br \/>\nDenen ein Volk willf\u00e4hrig gehorcht, des Rechte du sch\u00fctzest;<br \/>\nDu nicht eben verweilst in des Staats urkundendem Tempel,<br \/>\nWo das gemeinsame Wohl dein anvertrautes Gesch\u00e4ft ist:<br \/>\nDann Ruhmvoller, entneige dein Ohr nicht dem Liede des S\u00e4ngers,<br \/>\nDen die Muse zum Lob heilbringender Quellen begeistert,<br \/>\nWelche den T\u00e4lern und H\u00f6hn in Silesiens Gauen entstr\u00f6men.<br \/>\nSelbst du schufst den Dryaden und Nymphen <span style=\"color: #993366\">den reizenden Park<\/span> ja,<br \/>\nHolder Gesundheit Lieblingsgang, dein l\u00e4ndliches Tibur,<br \/>\nDort an Viadrus Ufern, das j\u00fcngst dein K\u00f6nig besuchte,<br \/>\nUnd die bescheidene Kunst mit Beifallsl\u00e4cheln belohnte,<br \/>\nSie, die erfindrisch der hehren Natur selbstst\u00e4ndiges Urbild<br \/>\nNachzubilden verstand in dem hohen Geiste der Briten.<\/p>\n<p>Seid mir gegr\u00fc\u00dft, ihr Sudeten! In euren arkadischen Talen<br \/>\nWeilt die Begeisterung gern, und Hallers unsterbliche Muse,<br \/>\nWandelt&#8216; in diesen Gefilden ihr Fu\u00df, erh\u00fcbe von neuem<br \/>\nIhren entz\u00fcckenden Flug, wie vordem zum Lobe der Alpen.<br \/>\nReich sind eure W\u00e4lder an Heilungskr\u00e4utern, und reich auch<br \/>\nRingsumher das Land an heilsamen Quellen. Bezeug es,<br \/>\nDu vor allen, du sch\u00f6nste Najade der grauen Sudeten,<br \/>\nDie mit wolkigem Haupt in deine Fluren herabschaun,<br \/>\n<span style=\"color: #993366\">O Landecka<\/span>! deren Kristall aus rauem Gestein hell<br \/>\n\u00dcber bemooste Klippen herab in das gr\u00fcnende Tal f\u00e4llt.<br \/>\nSage verbreitet, ein Hirt zur Zeit, wo des Sirius Gluthauch<br \/>\nW\u00e4lder und Saaten versengt, sei lechzend zur Quelle gekommen,<br \/>\nAber sobald er des Wassers gekostet, habe sein Antlitz<br \/>\nOb dem Schwefelgeruch sich verzerrt, und dem herben Geschmacke.<br \/>\nDoch die Gegend umher verdankt ihr Heil der Entdeckung.<br \/>\nPodalirius Enkel erkundeten dieser Gew\u00e4sser<br \/>\nKraft und gehalt, und geboten der Schar bleichwangiger Siechen<br \/>\nOft, in das heilende Bad die gel\u00e4hmten Glieder zu tauchen.<br \/>\nWem entbrannt von der Glut, so lehrt die Kunde der Weisen,<br \/>\nSchw\u00e4rt die Wimper der Augen, und trieft von giftiger Sch\u00e4rfe,<br \/>\nWem ein zuckender Krampf den Leib mit Spannungen \u00e4ngstigt,<br \/>\nOder die kr\u00fcmmende Gicht aufl\u00f6st das Gebein und die Sehnen:<br \/>\nJedem zum Heil entst\u00fcrzt Landeckas Urnen die Welle.<\/p>\n<p>Gehe, Gesang, nicht vor\u00fcber <span style=\"color: #993366\">der vielgefeierten Nymphen<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #993366\"> Liebliches Kleeblatt<\/span> dort in der wildromantischen Bergflur.<br \/>\nJ\u00e4hrlich schleicht um die Hallen der segensreichen Najaden<br \/>\nM\u00fcd und schwer, hohl\u00e4ugig und bleich die verdrossene Schwermut,<br \/>\nW\u00e4hrend die Grazie Freude mit frischen Wangen, und freiem,<br \/>\nLockicht fliegendem Haar, wie der Schmetterling eine Zypresse,<br \/>\nLeicht sie vor\u00fcber schwebt, doch oft den rosigen Nacken<br \/>\nUmdreht, Tr\u00e4nen im Blick, und die Leiden der Dulderin mitf\u00fchlt.<\/p>\n<p>Freunde, begleitet mich hin, begleitet den S\u00e4nger zu jenem<br \/>\n<span style=\"color: #993366\">Silbersprudelnden Born<\/span>, der seinen gef\u00e4lligern Namen<br \/>\nEiner der edelsten Frauen verdankt aus altem Geschlechte.<br \/>\nHier wallt heitere Ruhe durch stille, friedliche Schatten;<br \/>\nHier ums\u00e4uselt der Geist der hohen Verkl\u00e4rten noch \u00f6fters<br \/>\nIhre Geliebten; es weihte zum Genius dieser Gefilde<br \/>\nIhn Allvater, und segnend umschwebt er in heiligen N\u00e4chten<br \/>\nWie ein Silbergew\u00f6lk den Sterneng\u00fcrtel des Himmels;<br \/>\nAlso umschwebt er segnend den mondbeschimmerten Heilquell.<\/p>\n<p>Wert ist auch des Gesangs die l\u00e4ndliche Nymphe zu Salzbrunn,<br \/>\nDort in den goldenen Auen des F\u00fcrstensteins. Mit den beiden<br \/>\nSchwesternajaden erhebt sie den Fu\u00df zum festlichen Reigen<br \/>\nOft in der duftenden Fr\u00fchlingsnacht um den silbernen Heilborn,<br \/>\nBis den Morgen die Schwalbe dem Dorf hellschwirrend verk\u00fcndigt.<\/p>\n<p>Reinerz, deinen Bewohnern ergie\u00dft ein heilsamer Bergquell<br \/>\nSeine perlende Flut. Die Nymphe dieser Gew\u00e4sser<br \/>\nRuht auf steinerner Urn&#8216; in der Grotte des Felsengebirges,<br \/>\nAber zuweilen entschl\u00fcpft sie der Mosskluft, wallt an der Weistritz<br \/>\nUfer im tauigen Gras und pfl\u00fcckt sich Blumen zum Kranze.<\/p>\n<p>Dich, <span style=\"color: #993366\">Skarsina<\/span>, verschweigt nicht mein Mund. Dein st\u00e4rkender Quell str\u00f6mt<br \/>\nJedem, der sch\u00f6pfet und trinkt, den Balsam der hohen Gesundheit.<br \/>\nOft entfliehet der t\u00fcrmenden Stadt einkerkernden Mauern<br \/>\nPallas Geweihter, und sucht in deinen elysischen G\u00e4rten<br \/>\nNeues Lebensgl\u00fcck in der Jugend des purpurnen Jahres.<br \/>\nZu dir fl\u00fcchtet der Gram, einsiedlerisch sa\u00df er den Winter<br \/>\nDort im dumpfen Gemach, und Schermut bleichte die Wang ihm;<br \/>\nSiehe, der Elende trinkt dein fl\u00fcssiges Silber, und lebet.<\/p>\n<p>Huldiget, Saiten, der Nymphe, die dort in dem l\u00e4ndlichen Flinsberg<br \/>\nOft sich zum fr\u00f6hlichen Mahl mitsetzt in der H\u00fctte des Landmanns.<br \/>\nZ\u00fcrne mir, G\u00f6ttliche, nicht, dass meine Leier nicht l\u00e4ngst schon<br \/>\nT\u00f6nte dein w\u00fcrdiges Lob, und deinen verj\u00fcngenden Nektar<br \/>\nPries der horchenden Welt. Schon lange liebt&#8216; ich dich, Holde,<br \/>\nSeit du den Rosen der Jugend auf meiner Glycerion Wangen<br \/>\nWieder zu bl\u00fchen gebotst. Dir weihe Silesiens Dichter<br \/>\nSeiner Begeisterung Flug, und steige <span style=\"color: #993366\">dem Schwane vom Bober<\/span><br \/>\nNach zum hohen Olymp, wo <span style=\"color: #993366\">Friedrichs Ehre<\/span> der Sternnacht<br \/>\nBlitzendes Diadem mit neuem Schimmer verherrlicht!<\/p>\n<p>Was gedenk ich der Nymphe, die dort <span style=\"color: #993366\">in dem Tale der Freude<\/span><br \/>\nUnten am schroffen Gebirge bewohnt die d\u00e4mmernde Grotte,<br \/>\nWo sich ihr geistiger Quell ergie\u00dft? Was deiner, <span style=\"color: #993366\">Codowa<\/span>,<br \/>\nDeren erfrischende Flut aus sieben M\u00fcndungen herstr\u00f6mt?<br \/>\nWas auch endlich der sanften Najade, welche <span style=\"color: #993366\">der sch\u00f6nsten<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #993366\"> Bergstadt<\/span> nachbarlich wohnt, und den Freund der hehren Natur oft<br \/>\nWinkt in des tempische Tal, wo des Kynasts ragende Waldburg<br \/>\nAbendlich gl\u00e4nzt, wann Hesper die Gipfel bestreut mit den Rosen<br \/>\nAus dem gl\u00fchenden Kranz, der seine Locken umduftet?<br \/>\nHunderte kennen sie ja von Silesiens rosigen T\u00f6chtern,<br \/>\nDenen der Fluten Kristall, die purpurnen Adern durchstr\u00f6mend,<br \/>\nKl\u00e4ret den Blick und den Demantglanz der Augen erneuet.<\/p>\n<p>Gerne auch r\u00fchmte mein Lied dich, <span style=\"color: #993366\">Nymphe des fruchtbaren Gr\u00fcntals<\/span>,<br \/>\nDoch dein heilsamer Quell str\u00f6mt d\u00fcrftig jetzt, und verachtet.<br \/>\nVormals warst du ber\u00fchmt; dein Heilbad scheuchte das Siechtum,<br \/>\nWie mir ein Weiser erz\u00e4hlt, und war der Gebrechlichen Zuflucht.<br \/>\nAch nun rinnt es dahin in das Schilf des sumpfigen Weihers<br \/>\nFruchtlos. Einstens vernahm mein Ohr dein elegisches Klaglied,<br \/>\nAls ich im bl\u00fchenden Tal lustwandelte. Trauernd erhobst du<br \/>\nAus den Schilfen dein Haupt und lispeltest: &#8222;Wehe mir Armen!<br \/>\nAll mein Ruhm ist dahin, und meine Kr\u00e4nze verwelken.<br \/>\nKein mitleidiger Freund erbarmt sich mein, der Verlassnen,<br \/>\nAch und ich war doch tr\u00f6stlich und hilfreich immer dem Elend,<br \/>\nDem ich reichte den Kelch der Genesung. Wehe mir Armen!<br \/>\nAll mein Ruhm ist dahin, und all meine Kr\u00e4nze verwelken.&#8220;<br \/>\nAlso klagtest du. Mir scholl wie der \u00c4olusharfe<br \/>\nLeises Get\u00f6n dein Abendgesang, und r\u00fchrender stimmte<br \/>\nEin in der Wehmut Lied Philomelens fl\u00f6tende Kehle.<\/p>\n<p>O wer leitet zum Tempe <span style=\"color: #993366\">der fruchbaren fuldischen Fluren<\/span><br \/>\nMeinen Fu\u00df, in die Rebengefilde der fr\u00e4nkischen Saale,<br \/>\nHin zu den Reigen der Nymphen in W\u00fcrzburgs Auen? Ich komme,<br \/>\nReicht mir die perlende Flut, ihr Najaden, reicht sie dem S\u00e4nger<br \/>\nFrisch, mit ambrosischer Hand! O nehmt in des innersten Haines<br \/>\nK\u00fchlste Grotte mich auf, und lasst in der Frische mich ausruhn,<br \/>\nDass von dem Nektar gest\u00e4rkt sich mein Genius wieder erhebe,<br \/>\nFortzuwandeln den Pfad, auf den ihn gef\u00fchrt die Begeistrung!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Erl\u00e4uterungen<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #993366\">Kallirrhoe<\/span>: Eine Quelle in Jud\u00e4a, nicht weit vom Jordan, deren sich Herodes in seiner letzten Krankheit bediente. Phiale hie\u00df die Quelle des Jordans.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366\">Die heilsamen Quellen zu Baj\u00e4<\/span>: Baj\u00e4, oder Baja, eine kleine Stadt in Campanien, deren Heilquellen von mehreren r\u00f6mischen Dichtern, und namentlich von Horaz, gepriesen worden sind.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366\">Avonia<\/span>: Der Gesundquell zu Bristol in England, von dem nachbarlichen Flu\u00df Avon so benannt, an dessen Ufer Stratford liegt, der Geburtsort Shakespeares. Die B\u00e4der zu Bath entspringen in derselben Gegend.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366\">In Tauriens Steppen<\/span>: Die Sauerquelle Pogramma in Taurien. S. Pallas Reise T. III, S. 249.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366\">Zarizinens Gesang<\/span>: Das Mineralwasser bei Zarizin (zu Sarepta in der Saratowschen Statthalterschaft) ist gegenw\u00e4rtig im russischen reiche das ber\u00fchmteste.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366\">Am Ufer der T\u00f6pla<\/span>: Das ber\u00fchmte Karlsbad in B\u00f6hmen am T\u00f6pelflusse.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366\">Kalkulofuria<\/span>: Der Stein, <em>calculus<\/em>.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366\">Dort selber Bilina<\/span>: Der Sauerbrunnen bei Bilin in B\u00f6hmen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366\">Der Franken <\/span><span style=\"color: #993366\">ungl\u00fcckseliges Volk<\/span>: Diese Stelle schrieb der Verfasser um die Zeit, wo, wie unser Klopstock sagt: <em>Gallia sich zur Wilden erniedrigte, schaffend sogar Marat, den Scheusal, zum Gott.<\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #993366\">Der pannonischen Nymphen<\/span>: <em>Thermae pannoniae<\/em>, die warmen B\u00e4der zu Baden bei Wien.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366\">Selteria<\/span>: Die bekannte Mineralquelle zu Nieder-Selters im Chur-Trierschen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366\">im Lande der Katten<\/span>: Die Geschichtsforscher leiten den Namen der Grafschaft Katzenellenboden von dem uralten deutschen Vorke der Katten her.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366\">Nymphe, die dort an des Rheins Weinh\u00f6hn<\/span>: Anderthalb Stunden von Bonn entspringt in der N\u00e4he des alten Schlosses Godesberg ein sehr wirksamer Stahlbrunnen. In derselben Rheingegend liegt die Stadt Cleve mit ihrem Gesundbrunnen, der in dem sch\u00f6n angelegten Tiergarten entspringt.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366\">Decia<\/span>: Unweit Diez an der Lahn quillt bei dem Dorfe Fachingen ein sehr kr\u00e4ftiger Heilquell, der aber blo\u00df versendet wird.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366\">Nymphe des Osterlands<\/span>: Das Mineralwasser bei Ronneburg in dem Teile des messnischen Kreises, der ehedem <em>das Osterland<\/em> hie\u00df. Der Hauptquell entspringt ungef\u00e4hr tausend Schritte von der Stadt; eine zweite Quelle liegt in einer anderen Gegend des Tals, in dem sogenannten Eulenhofe, und hei\u00dft <em>der Talquell<\/em>.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366\">Emseria<\/span>: Die Emserb\u00e4der geh\u00f6ren unter die \u00e4ltesten in Deutschland, und entspringen zwischen den Dorfschaften Embs und Tosenau in der Wetterau.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366\">Dort an den Traubengestaden der Mosel<\/span>: Die lauwarme Mineralquelle bei dem Dorf Bertlich unweit der Mosel, im Kurf\u00fcrstentum Trier.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366\">Wisbada<\/span>: Das Wisbad quillt am Fu\u00dfe des alten Berges Taunum in der Wetterau. Da\u00df das Embser und Wisbad schon den R\u00f6mern bekannt war, vermutet man aus einer Stelle des Plinius, Lib. XXXI, Kap. 1: <em>Sunt et Mattiaci in Germania fontes calidi trans Rhenum, quorum haustus triduo fervet.<\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #993366\">Im anmutigen Tal<\/span>: Die Mineralquellen bei Freienwalde, sechs Meilen von Berlin.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366\">Dort in Bohemiens Flur<\/span>: Die Gesundquellen zu Sedlitz und Saidschitz im Leutmeritzer Kreise.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366\">Egeria<\/span>: Das Egerwasser in B\u00f6hmen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366\">Den reizenden Park<\/span>: Den sch\u00f6nen englischen Garten zu Dyhrnfurth an der Oder.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366\">O Landecka<\/span>: Die B\u00e4der zu Landeck in der Grafschaft Glaz.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366\">Der vielgefeierten Nymphen liebliches Kleeblatt<\/span>: Die drei Mineralquellen zu Altwasser in Nieder-Schlesien, zwei Meilen von Schweidnitz.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366\">Zu jenem silbersprudelnden Born<\/span>: Der Charlottenbrunnen bei dem Dorfe Tannhausen erhielt seinen jetzigen Namen von seiner ersten Besitzerin Charlotte, gebornen Reichsgr\u00e4fin von Pickler, verm\u00e4hlten Frei-Frau von Seher Tho\u00df.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366\">Skarsina<\/span>: Die Mineralquellen bei dem Dorfe Skarsine, drei Meilen von Breslau.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366\">Dem Schwane vom Bober<\/span>: Martin Opitz von Boberfeld, dieser treffliche Dichter, der an klassischem Sinn und Gedankenf\u00fclle \u00fcber sein Zeitalter emporragt. Seiner Haeimat gedenkt er selbst in dem Gedichte <em>Zlatna, oder von der Ruhe des Gem\u00fcts<\/em>:<\/p>\n<p>Ihr T\u00e4ler, ihr Gebirg, ihr Brunnen und du Strand<br \/>\nDes Bobers, da man mich zum ersten auf der Hand<br \/>\nHerumgetragen hat.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366\">Friedrichs Ehre<\/span>: Das neue Sternbild zwischen Perseus und Kassiopeia. Es ist aus einem Schwet, einer Feder, einem \u00d6l- und einem Lorbeerzweige zusammengesetzt, wor\u00fcber eine Strahlenkrone steht.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366\">Im Tale der Freude<\/span>: Der Gesundbrunnen in der schlesischen Niederherrschaft Freudental.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366\">Codowa<\/span>: Das jetzt so beliebte Mineralwasser zu Codowa in der Grafschaft Glaz.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366\">Der sch\u00f6nsten Bergstadt<\/span>: Die B\u00e4der zu Warmbrunn bei Hirschberg.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366\">Nymphe des fruchtbaren Gr\u00fcntals<\/span>: Bei Liegnitz in dem anmutigen gr\u00fcntale entspringt eine Stahlquelle, die ehemals h\u00e4ufig als Heilbad genutzt wurde. Jetzt ist sie ganz in Verfall gekommen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366\">Der fruchtbaren fuldischen Fluren<\/span>: Die Mineralquellen zu Br\u00fcckenau im Fuldischen, in welcher Gegend auch der Wernarzer Brunnen entspringt, sowie in den T\u00e4lern der fr\u00e4nkischen Saale das Bockleter, Kissinger und Sinnberger Mneralwasser.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Froher entsteig ich dem finstern Gebiet der n\u00e4chtlichen Schauer Als des Erebus Dunkel vordem der thrazische Barde; Sehe mit Wonne den Tag, und das heilige Licht, und des Himmels Ewigen Azurdom, geschm\u00fcckt mit der strahlenden Sonne, Welche den Saum der Wolkengestalten im Abend verg\u00fcldet. Erde, wie bist du so sch\u00f6n? Ein irdischer Himmel, der Wohnsitz&#8230; <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/?page_id=4076\">Read More <span class=\"screen-reader-text\"> in Zweiter Gesang<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"parent":4037,"menu_order":1,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-4076","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4076","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4076"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4076\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4176,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4076\/revisions\/4176"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4037"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4076"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}