{"id":9409,"date":"2019-08-18T19:21:49","date_gmt":"2019-08-18T18:21:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wababbel.de\/ferdi\/?page_id=9409"},"modified":"2019-08-18T19:22:07","modified_gmt":"2019-08-18T18:22:07","slug":"clotilde-von-vallon-chalys","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/?page_id=9409","title":{"rendered":"Clotilde von Vallon-Chalys"},"content":{"rendered":"<p>Aus: Clotilde von Vallon-Chalys, Dichterin des f\u00fcnfzehnten Jahrhunderts. Auswahl in freier \u00dcbertragung von Franz Freiherrn Gaudy. Berlin 1837. (<a href=\"https:\/\/books.google.de\/books?id=HOVIAQAAMAAJ&amp;pg=PA11&amp;lpg=PA11&amp;dq=gaudy+triolette&amp;source=bl&amp;ots=pkt5wUix7a&amp;sig=ACfU3U3CJ9n7BkO2DPdUMLB1_g3tv1fXtQ&amp;hl=de&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwiUkvzztIzkAhUyxqYKHQCiDEwQ6AEwD3oECAgQAQ#v=onepage&amp;q=triolett&amp;f=false\">online<\/a>)<\/p>\n<p><strong>Triolette aus dem Roman \u201eChastel d&#8217;amour\u201c<\/strong><\/p>\n<p><strong>(1)<\/strong> Seit meines Herzens Herr an fernem Ort,<br \/>\nVerzehr&#8216; ich mich schon allzulang&#8216; alleine!<br \/>\nDer Wangen R\u00f6te schwand, hin starb das Wort,<br \/>\nSein meines Herzens Herr an fernem Ort.<br \/>\nErbarmt ihn nicht mein Sehnen fort und fort,<br \/>\nIhn, der ganz Ohr einst war f\u00fcr seine Kleine?<br \/>\nSeit meines Herzens Herr an fernem Ort,<br \/>\nVerzehr&#8216; ich mich schon allzulang alleine.<\/p>\n<p><strong>(2)<\/strong> Seit ich ihn scheiden sah, seit jenem Tag<br \/>\nVerh\u00fcllet sich die Welt in Trauerfl\u00f6re.<br \/>\nEs schwebt die Zeit mit matterm Fl\u00fcgelschlag<br \/>\nSeit ich ihn scheiden sah, seit jedem Tag.<br \/>\nMir, die ich weder gehn noch bleiben mag,<br \/>\nMir ist&#8217;s, als ob ich tausendstimmig h\u00f6re:<br \/>\nSeit ich ihn scheiden sah, seit jenem Tag<br \/>\nVerh\u00fcllet sich die Welt in Trauerfl\u00f6re.<\/p>\n<p><strong>(3)<\/strong> Er sagte mir: Ich lebe nur f\u00fcr dich!<br \/>\nDer Tod allein vermag uns nur zu scheiden!<br \/>\nUnd ich entgegnete: So f\u00fchl&#8216; auch ich,<br \/>\nAls er mir sagt: Ich lebe nur f\u00fcr dich!<br \/>\nUnd jetzt so fern von mir trotz seinen Eiden?<br \/>\nWei\u00df ich&#8217;s, was er verh\u00e4nge \u00fcber mich?<br \/>\nEr sagte mir: Ich lebe nur f\u00fcr dich,<br \/>\nDer Tod allein vermag uns nur zu scheiden.<\/p>\n<p><strong>(4)<\/strong> Ihn sehn schlingt schon allein der Liebe Band,<br \/>\nUnd die ihn sah wankt in der Treue nimmer,<br \/>\nWenn in gl\u00fcckloser LIebe auch entbrannt,<br \/>\nIhn sehn schlingt schon allein der Liebe Band.<br \/>\nDie Stolzeste, die seine Macht erkannt,<br \/>\nTr\u00e4gt freudig dieses s\u00fc\u00dfe Joch f\u00fcr immer.<br \/>\nIhn sehn schlingt schon allein der Liebe Band,<br \/>\nUnd die ihn sah wankt in der Treue nimmer.<\/p>\n<p><strong>(5)<\/strong> Die Blumen bl\u00fchen unter seinem Schritt,<br \/>\nUnd seinen Mund umweht der Duft der Rose.<br \/>\nEr teilt dem Weltall seine Sch\u00f6nheit mit,<br \/>\nDie Blumen bl\u00fchen unter seinem Schritt.<br \/>\nWo ist ein Liebreiz, den man ihm bestritt,<br \/>\nDen er nicht jedem lieh, mit dem er kose?<br \/>\nDie Blumen bl\u00fchen unter seinem Schritt,<br \/>\nUnd seinen Mund umweht der Duft der Rose.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus: Clotilde von Vallon-Chalys, Dichterin des f\u00fcnfzehnten Jahrhunderts. Auswahl in freier \u00dcbertragung von Franz Freiherrn Gaudy. Berlin 1837. (online) Triolette aus dem Roman \u201eChastel d&#8217;amour\u201c (1) Seit meines Herzens Herr an fernem Ort, Verzehr&#8216; ich mich schon allzulang&#8216; alleine! Der Wangen R\u00f6te schwand, hin starb das Wort, Sein meines Herzens Herr an fernem Ort. Erbarmt&#8230; <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/?page_id=9409\">Read More <span class=\"screen-reader-text\"> in Clotilde von Vallon-Chalys<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"parent":9226,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-9409","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/9409","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9409"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/9409\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9410,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/9409\/revisions\/9410"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/9226"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9409"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}