{"id":2080,"date":"2014-06-26T00:29:30","date_gmt":"2014-06-25T22:29:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wababbel.de\/ferdi\/?p=2080"},"modified":"2014-06-26T11:30:32","modified_gmt":"2014-06-26T09:30:32","slug":"buecher-zum-vers-36","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/?p=2080","title":{"rendered":"B\u00fccher zum Vers (36)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Claus Schuppenhauer: Der Kampf um den Reim<\/strong><br \/>\nin der deutschen Literatur des 18. Jahrhunderts.<\/p>\n<p>Erschienen 1970 bei Bouvier u. Co verhandelt dieser Band sicherlich einen Gegenstand, der nicht jedem sinnvoll erscheinen wird. Trotzdem steckt einiges drin!<\/p>\n<p>In den ersten beiden Kapiteln geht es um die Geschichte des Reims in Frankreich, England und Deutschland; das dritte Kapitel widmet sich dann dem eigentlichen Inhalt, eben dem &#8222;Kampf um den Reim&#8220;.<\/p>\n<p>Das bedeutet f\u00fcr die erste H\u00e4lfte des 18. Jahrhunderts, in der nahezu jedes Gedicht gereimt war: Das Aufkommen neuer Gedanken, die Dichtung betreffend, und dazu z\u00e4hlend die Reimlosigkeit von Versen; und dann in der Entgegnung darauf die Verteidigung des bisher g\u00fcltigen.<\/p>\n<p>Die dabei bezogenen Stellungen sind f\u00fcr sich schon nachdenkenswert; Aber auch die Handelnden als Menschen sind einen Blick und Gedanken wert, sogar angesichts des &#8222;Literaturkriegs&#8220;, zu dem sich die Auseinandersetzung bald auswuchs. Man wusste zu streiten, damals!<\/p>\n<p>Und auch einige nette Verse werden geboten, wie zum Beispiel diese vier Alexandriner von Wilhelm Rabener:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Fort, Musen! Rei\u00dft den Blitz aus eures Vaters Hand!<br \/>\nEs ist die h\u00f6chste Zeit. Nehmt Donner, Keil und Brand,<br \/>\nUnd kommt, und k\u00e4mpft, und siegt, und schlagt die Feinde nieder,<br \/>\nUnd sch\u00fctzt den lieben Reim, das Hauptwerk deutscher Lieder!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das klingt heute sehr altert\u00fcmlich?! Die trotzdem sp\u00fcrbare Dringlichkeit ist jedenfalls nur vorget\u00e4uscht in parodistischer, satirischer Absicht &#8211; &#8222;Es lebe, was sich reimt!&#8220;, wie es sp\u00e4ter ebenso sch\u00f6n wie scheinheilig hei\u00dft.<\/p>\n<p>Aber wie gesagt: Will man die ganzen 400 Seiten angehen, braucht es wohl eine gewisse Begeisterung f\u00fcr die Geschichte der deutschen Dichtung. Was keineswegs hei\u00dfen soll, der Band sei f\u00fcr das Heute verloren; denn einen &#8222;Kampf um den Reim&#8220; kann man im 21. Jahrhundert auch f\u00fchren &#8211; nur dann unter umgekehrten Vorzeichen: Wie dem Reim wieder Geltung verschaffen in einer Dichtung, die von ihm so wenig wissen will wie die Dichtung des beginnenden 18. Jahrhunderts von ungereimten Versen?!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Claus Schuppenhauer: Der Kampf um den Reim in der deutschen Literatur des 18. Jahrhunderts. Erschienen 1970 bei Bouvier u. Co verhandelt dieser Band sicherlich einen Gegenstand, der nicht jedem sinnvoll erscheinen wird. Trotzdem steckt einiges drin! In den ersten beiden Kapiteln geht es um die Geschichte des Reims in Frankreich, England und Deutschland; das dritte&#8230; <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/?p=2080\">Read More <span class=\"screen-reader-text\"> in B\u00fccher zum Vers (36)<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[],"class_list":["post-2080","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2080","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2080"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2080\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2090,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2080\/revisions\/2090"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2080"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2080"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2080"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}