{"id":220,"date":"2013-12-17T00:34:57","date_gmt":"2013-12-16T22:34:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wababbel.de\/ferdi\/?p=220"},"modified":"2014-01-11T22:20:06","modified_gmt":"2014-01-11T20:20:06","slug":"klopstocks-schulter-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/?p=220","title":{"rendered":"Klopstocks Schulter &#8211; Sechs"},"content":{"rendered":"<p><strong>Klopstock sagt:<\/strong><\/p>\n<p>Die Bewegung der Worte ist entweder langsam, oder schnell. Sie hat, von dieser Seite gesehen, <em>Zeitausdruck<\/em>.<\/p>\n<p>Der Zeitausdruck erreicht den h\u00f6chsten Grad der Langsamkeit, wenn viele lange, und der Schnelligkeit, wenn viele kurze Silben auf einander folgen.<\/p>\n<p>Die Bewegung muss aber auch noch von einer andern Seite angesehen werden. Die L\u00e4ngen und K\u00fcrten haben n\u00e4mlich solche \u00fcbereinstimmende, oder abstechende Verh\u00e4ltnisse unter einander, dass selbst das Ohr des Unachtsamen aufmerksam darauf wird. Wenn z.E.\u00a0 v v \u2014 \u2014 <em>in dem Reihntanz<\/em> ausgesprochen wird; so vergleicht man (es geschieht schnell, und daher desto lebhafter) die beiden K\u00fcrzen mit den beiden L\u00e4ngen; bemerkt dabei eine Art des Steigens von jenen zu diesen, und h\u00f6rt darin \u00dcbereinstimmung. Wenn hingegen v \u2014 \u2014 v <em>Gerichtsdonner<\/em> ausgesprochen wird; so bemerkt man das Steigen in <em>Gerichts<\/em> und das gleich darauf folgende Sinken in <em>donner<\/em>, und h\u00f6rt darin beinah noch mehr Abstechendes, als man vorher \u00dcbereinstimmendes geh\u00f6rt hatte. Wie stark die Wirkung des so verbundenen Steigens und Sinkens sei, wird auch dadurch h\u00f6rbar, dass die umgekehrte Stellung: \u2014 v v \u2014 <em>Wonnegesang<\/em> eine der sch\u00f6nsten \u00dcbereinstimmungen hervorbringt.<\/p>\n<p>Die Bewegung von dieser Seite angesehen hat <em>Tonverhalt<\/em>.<\/p>\n<p>\u2014 v v \u2014, <strong>TAM<\/strong> ta ta <strong>TAM<\/strong>: Der Choriambus.<\/p>\n<p><strong>Schon gewusst?<\/strong><\/p>\n<p>In einem <em>gro\u00dfen Asklepiadeus<\/em> &#8211; X x X x x X X x x X X x x X x X &#8211; kann man drei choriambische Wortf\u00fc\u00dfe unterbringen:<\/p>\n<p>\u2014 v, \u2014 v v \u2014, \u2014 v v \u2014, \u2014 v v \u2014, v \u2014<\/p>\n<p>Aber Adel beginnt erst wo der Mensch ahnen gelernt. Es hat<\/p>\n<p>(Josef Weinheber)<\/p>\n<p>Adel beginnt, <em>eins<\/em>, erst wo der Mensch, <em>zwei<\/em>, ahnen gelernt: <em>drei<\/em>. <strong>TAM<\/strong> ta ta <strong>TAM<\/strong>.<\/p>\n<p><em>An Apollonia<\/em><\/p>\n<p>Traue dem gl\u00fcck! lacht es auch heut \u00b7 Apollonia \u00b7 nicht.<br \/>\nN\u00f6tiger schmerz blich dein gesicht \u00b7 doch es zeigt dass du bald<br \/>\nSchmiegsam und stark \u00fcber ihn siegst \u00b7 nie mehr lohe dann glut \u00b7<br \/>\nR\u00fcttle dann sturm an deinem haus \u00b7 nie mehr walte das spiel<br \/>\nWo unser fuss wange und hand gar zu nah sich gef\u00fchlt.<br \/>\nG\u00f6ttin und welt \u00b7 gattin des Tros der mich br\u00fcderlich liebt \u00b7<br \/>\nDen du erhobst als er zu sehr Pirras halber geklagt!<br \/>\nFern will ich sein: richtest du neu gl\u00e4nzend bl\u00fchend dich auf \u00b7<br \/>\nGemmen dein aug \u00b7 kirschen dein mund \u00b7 reife halme dein haar.<\/p>\n<p>(Stefan George)<\/p>\n<p>Choriamben auch hier: <strong>TAM<\/strong> ta ta <strong>TAM<\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Klopstock sagt: Die Bewegung der Worte ist entweder langsam, oder schnell. Sie hat, von dieser Seite gesehen, Zeitausdruck. Der Zeitausdruck erreicht den h\u00f6chsten Grad der Langsamkeit, wenn viele lange, und der Schnelligkeit, wenn viele kurze Silben auf einander folgen. Die Bewegung muss aber auch noch von einer andern Seite angesehen werden. 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