{"id":2267,"date":"2014-07-18T00:02:13","date_gmt":"2014-07-17T22:02:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wababbel.de\/ferdi\/?p=2267"},"modified":"2014-07-18T00:03:20","modified_gmt":"2014-07-17T22:03:20","slug":"buecher-zum-vers-39","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/?p=2267","title":{"rendered":"B\u00fccher zum Vers (39)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Renate K\u00fchn: Das Rosenbaertlein-Experiment. Studien zum Anagramm.<\/strong><\/p>\n<p>1994 bei Aisthesis erschienen und kein sehr umfangreiches B\u00fcchlein; trotzdem steckt sehr viel wissenswertes \u00fcber das Anagramm drin!<\/p>\n<p>Den Anfang macht unter dem Titel &#8222;Writing without Apoll I&#8220; eine allgemeine Einf\u00fchrung in das Anagrammieren, weder auf das Deutsche beschr\u00e4nkt noch auf die Gegenwart, wenn auch mit dem Schwerpunkt dort.<\/p>\n<p>Dann folgt das eigentliche &#8222;Rosenbaertlein-Experiment&#8220;, in dem die Verfasserin eine Gedichtzeile von Hans Arp, &#8222;und schert ihr Rosenb\u00e4rtlein ab&#8220;, in einer leicht abgewandelten Fassung, &#8222;und scheert ihr Rosenbaertlein ab&#8220;, die schon in den F\u00fcnfzigern von Unica Z\u00fcrn als Grundlage mehrerer Anagramm-Gedichte genutzt worden war, an mehrere Dichter und Dichterinnen geschickt hat, mit der Bitte,\u00a0 aufgrund dieser Zeile ein eigenes Anagramm-Gedicht zu schreiben.<\/p>\n<p>Der dritte Teil, &#8222;Writing without Apoll II: Versuch \u00fcber das Rosenbaertlein-Experiment&#8220;, versucht K\u00fchn zu ergr\u00fcnden, wie die jeweiligen Anagramme entstanden sind; welche Abl\u00e4ufe dabei eine Rolle gespielt haben.<\/p>\n<p>Dabei hilft ihr der Schluss des B\u00e4ndchens, die &#8222;Dokumentation&#8220;; hier berichten die Dichter selbst \u00fcber ihr Vorgehen, oder \/ und es werden handschriftliche Seiten abgedruckt, auf denen die einzelnen Anagrammier-Schritte nachvollzogen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><em>Wirklich<\/em> Schluss ist aber erst nach &#8222;Statt eines Nachworts: Anagramm und Stereogramm&#8220;.<\/p>\n<p>Insgesamt sehr lohnend! Wer dem Anagramm gewogen ist, sollte bei Gelegenheit unbedingt in diesen Band hineinschauen.<\/p>\n<p>Als Beispiel f\u00fchre ich noch ein Anagramm-Gedicht Unica Z\u00fcrns an, bei K\u00fchn zu finden auf Seite 46; von ihr zitiert nach dem ersten Band der Unica-Z\u00fcrn-Gesamtausgabe, erschienen 1988 bei Brinkmann &amp; Bose, dort zu finden auf der Seite 51.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Und scheert ihr Rosenbaertlein ab<\/em><\/p>\n<p>Tristan neben Isolde &#8211; herber Rauch<br \/>\nirrt ueber das harte Leben. In schon<br \/>\nbleicher Birne aus sternroter Hand<br \/>\nbau&#8217;n die Lerchen ihr Nest. Aber rot,<br \/>\nrebenrot schneit es Baldrianruhe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sehr beeindruckend. Anagramm-Generatoren, wie es sie heute gibt, waren vor bald 60 Jahren nicht verf\u00fcgbar &#8211; spannend zu \u00fcberlegen, wie sich dadurch die Arbeitsweise ver\u00e4ndert, was f\u00fcr neue M\u00f6glichkeiten es gibt und wo die Gefahren liegen?!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Renate K\u00fchn: Das Rosenbaertlein-Experiment. Studien zum Anagramm. 1994 bei Aisthesis erschienen und kein sehr umfangreiches B\u00fcchlein; trotzdem steckt sehr viel wissenswertes \u00fcber das Anagramm drin! 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