{"id":327,"date":"2013-12-23T01:27:35","date_gmt":"2013-12-22T23:27:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wababbel.de\/ferdi\/?p=327"},"modified":"2014-01-07T13:06:09","modified_gmt":"2014-01-07T11:06:09","slug":"buecher-und-links-zum-vers-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/?p=327","title":{"rendered":"B\u00fccher zum Vers (5)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Walter M\u00f6nch: Das Sonett. Gestalt und Geschichte.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Der<\/strong> Klassiker unter den deutschsprachigen B\u00fcchern zum Sonett, erschienen in Heidelberg, bei Kerle, im Jahr 1955; also kurz nach der letzten gro\u00dfen &#8222;Sonett-Welle&#8220; im Deutschen. M\u00f6nch unterteilt sein Buch in die Bereiche &#8222;Gestalt und Wesen des Sonetts&#8220; und &#8222;Geschichte des Sonetts&#8220;, wobei er die Sonettistik aller europ\u00e4ischen Sprachen im Blick beh\u00e4lt. Ein guter Gesamt\u00fcberblick also, der auch heute noch sehr empfehlenswert ist und eigentlich von jedem, der sich ernsthaft mit dem Sonett besch\u00e4ftigen will, gelesen werden sollte. Der Ton ist angenehm, und auch, wenn man M\u00f6nch nicht immer beipflichten wird, liest man seine Ausf\u00fchrungen doch gerne. Ein Beispiel vom Ende des ersten Teils (S.50):<\/p>\n<p><em>Man m\u00f6chte im Sonett als einer Gestalt so etwas wie die platonische Idee einer reinen Form suchen: einer reinen, absoluten, von den Zuf\u00e4lligkeiten jedweden Inhalts gel\u00f6sten Form, die &#8222;an sich&#8220; da ist, und die, wenn sie in die Welt der Erscheinungen tritt, in hundert Facetten schillert und sich mannigfaltig rhythmisieren und artikulieren l\u00e4sst.\u00a0 Die Idee des Sonetts, seine reine Form, geh\u00f6rt gleichsam dem &#8222;mundus intelligibilis&#8220; an, jedes einzelne, mit konkretem Inhalt gef\u00fcllte Sonett dem &#8222;mundus sensibilis&#8220;. &#8222;Jede Form, sie kommt von oben&#8220;, steht \u00fcber Goethes Sonettenzyklus. Die Form, das platonische Eidos, ist st\u00e4rker als das irdische Abbild, ist dem Wandel des Zuf\u00e4lligen entzogen: Die Form des Sonetts, mag sie italienisch, franz\u00f6sisch, englisch sein &#8211; allen dreien liegt eine Urform zugrunde -, bleibt als solche, ob sie von den Dichtern der Renaissance, des Barocks, der Klassik, der Romantik, des Parnass oder Symbolismus benutzt wird; sie bleibt auch, mag das Sonett idyllisch oder satirisch, religi\u00f6s oder grotesk, philosophisch oder elegisch, impressionistisch oder expressionistisch sein. Das Sonett ist die Idee einer Form schlechthin, unabh\u00e4ngig von Ton, F\u00e4rbung, Inhalt.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Walter M\u00f6nch: Das Sonett. Gestalt und Geschichte. Der Klassiker unter den deutschsprachigen B\u00fcchern zum Sonett, erschienen in Heidelberg, bei Kerle, im Jahr 1955; also kurz nach der letzten gro\u00dfen &#8222;Sonett-Welle&#8220; im Deutschen. M\u00f6nch unterteilt sein Buch in die Bereiche &#8222;Gestalt und Wesen des Sonetts&#8220; und &#8222;Geschichte des Sonetts&#8220;, wobei er die Sonettistik aller europ\u00e4ischen Sprachen&#8230; <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/?p=327\">Read More <span class=\"screen-reader-text\"> in B\u00fccher zum Vers (5)<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[],"class_list":["post-327","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/327","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=327"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/327\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":487,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/327\/revisions\/487"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=327"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=327"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=327"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}