{"id":3801,"date":"2015-01-27T00:15:18","date_gmt":"2015-01-26T23:15:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wababbel.de\/ferdi\/?p=3801"},"modified":"2015-02-01T01:11:42","modified_gmt":"2015-02-01T00:11:42","slug":"eine-begegnung-im-park-4-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/?p=3801","title":{"rendered":"Eine Begegnung im Park (4)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.wababbel.de\/ferdi\/2015\/01\/23\/eine-begegnung-im-park-3\/\">Dritter Teil<\/a><\/p>\n<p>Als die d\u00e4mmernde Fr\u00fche mit Rosenfingern erwachte, trafen sich Dr. Sotz und Heinrich erneut an der Parkbank. Der Doktor hatte wieder seinen gro\u00dfen Rucksack dabei, der zum Bersten voll war; Heinrich holte aus seinem bescheideneren Rucksack belegte Brote hervor und eine gro\u00dfe Thermoskanne gr\u00fcnen Tees, und w\u00e4hrend es langsam hell wurde, fr\u00fchst\u00fcckten die beiden schweigend.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich ging Dr. Sotz daran, seinen eigenen Rucksack auszupacken, und f\u00f6rderte neben dem Spielzeugroboter noch ein Dutzend weiterer kleiner Roboter zu Tage, bewaffnet mit Spitzhacken und Schaufeln; die sahen seltsam aus.<\/p>\n<p>&#8222;Haben Sie sich etwa die ganze Nacht um die Ohren geschlagen, um diese Kerlchen zu bauen?&#8220;, frage Heinrich.<\/p>\n<p>&#8222;Das h\u00e4tte ich vermutlich getan, h\u00e4tte ich kein Hirn &#8230; Ich habe aber eins und daher lieber den einen Roboter, den ich schon hatte, so umgebaut, dass er das Dutzend Gr\u00e4ber bauen konnte; und bin Schlafen gegangen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Und angesichts der zahlreichen roten Zipfelm\u00fctzen und wei\u00dfen Rauscheb\u00e4rte nehme ich an, ihr blecherner Handlanger hat dabei die G\u00e4rten der Nachbarschaft gepl\u00fcndert?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Erstens ist das aus geschmacklichen Gr\u00fcnden eine Tat, f\u00fcr die alle Nachbarn mir danken sollten; zweitens werde ich ihnen, wenn wir hier fertig sind, ihre Gartenzwerge zur\u00fcckerstatten und denke, sie werden diese bei der Gartenpflege als n\u00fctzlich empfinden. Jetzt aber los!&#8220;<\/p>\n<p>Dr. Sotz verteilte die Roboterzwerge an der Stelle, unter der er die Ursache f\u00fcr all die Seltsamkeiten der vergangenen Tage vermutete, und sofort begann das eifrige Dutzend, sich schaufelnd und hackend in die Tiefe zu arbeiten.<\/p>\n<p>Der Spielzeugroboter schaffte die Erde beiseite, und schon bei den ersten kleinen Erdbewegungen gab er erneut W\u00f6rter zum Besten:<\/p>\n<p>&#8222;Schraubstock &#8230; Bahnsteig &#8230; Rundfunk &#8230; Grundzweck &#8230;&#8220;<\/p>\n<p>Dr. Sotz und Heinrich sahen dem gesch\u00e4ftigen Treiben nebeneinanderstehend zu. &#8222;Es ist bisher nur eine Vermutung, aber wenn sie zutrifft, werden die W\u00f6rter, die er &#8218;empf\u00e4ngt&#8216;, mit zunehmender Grabtiefe \u00e4lter werden; die \u00e4lteren Erdschichten entsprechen dabei \u00e4lteren Sprachschichten, wenn sie so wollen!&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Kopfschmuck &#8230; Singsang &#8230; Schwermut &#8230; Kriegsknecht &#8230; Stammsitz &#8230; Jagdhund &#8230;&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;H\u00f6ren Sie, Heinrich! Es scheint wirklich in diese Richtung zu gehen!&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Schiffsbauch &#8230; Eiland &#8230; Seemann &#8230; Fockr\u00fcst &#8230; Sturmb\u00f6 &#8230; Kreuztopp &#8230; Sandglas &#8230; Klarschiff &#8230; Wundarzt &#8230; Lotgast &#8230; Beiboot &#8230; Gro\u00dfmast &#8230;&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Nanu!&#8220;, murmelte Dr. Sotz und richtete seine ganze Aufmerksamkeit auf den kleinen Roboter. &#8222;Seefahrtsausdr\u00fccke?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Dass mir gut Richtung genommen wird!&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Das ist seltsam, Heinrich &#8230; Unsere Stadt hat doch nie Verbindungen zur Seefahrt gehabt &#8211; oder doch?!&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Warten, bis ihr das Ziel vor Kimme und Korn habt!&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Sie sind mir keine wirkliche Hilfe, Heinrich &#8211; und \u00fcberhaupt, was reden Sie da die ganze ZeiUMPFF!&#8220;<\/p>\n<p>Dr. Sotz presste es s\u00e4mtliche Luft aus der Lunge, als Heinrich, &#8222;Runter!&#8220; schreiend, ihn ansprang und zu Boden riss, gerade noch rechtzeitig, ehe es hinter ihnen gewaltig losdonnerte! Der verdutzte Wissenschaftler versp\u00fcrte einen scharfen Luftzug oberhalb seiner Denkerstirn (die wenigen verbliebenen Haarstr\u00e4hnen tanzten wild umher), und \u00fcber die Schulter blickend bemerkte er einen in Pulverqualm geh\u00fcllten Achtzehnpf\u00fcnder, wie er um 1800 in Gebrauch war, und Seeleute, die um die Kanone herumwuselten, all das aber seltsam verschwommen und farblos.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wababbel.de\/ferdi\/2015\/02\/01\/eine-begegnung-im-park-5\/\">F\u00fcnfter Teil<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dritter Teil Als die d\u00e4mmernde Fr\u00fche mit Rosenfingern erwachte, trafen sich Dr. Sotz und Heinrich erneut an der Parkbank. 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