{"id":4378,"date":"2015-05-09T00:33:56","date_gmt":"2015-05-08T22:33:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wababbel.de\/ferdi\/?p=4378"},"modified":"2015-05-09T09:31:15","modified_gmt":"2015-05-09T07:31:15","slug":"buecher-zum-vers-73","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/?p=4378","title":{"rendered":"B\u00fccher zum Vers (73)"},"content":{"rendered":"<p><strong>J.R.R. Tolkien: K\u00f6nig Arthurs Untergang. Herausgegeben von Christopher Tolkien<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Gerade eben ist die deutsche Ausgabe von <em>The Fall of Arthur<\/em>\u00a0 erschienen, bei der Hobbit Presse \/ Klett-Cotta. Ein &#8222;Buch zum Vers&#8220; ist sie, weil das unvollendet gebliebene Gedicht in Stabreimversen geschrieben ist; und jeder Stabreimvers-Text einen genauen Blick wert ist angesichts der wenigen, die heutzutage geschrieben werden!<\/p>\n<p>Den gr\u00f6\u00dften Teil des Buches nehmen die sehr spannend zu lesenden Erkl\u00e4rungen und Erl\u00e4uterungen Christopher Tolkiens ein; das eigentliche Gedicht umfasst selbst in der Gegen\u00fcberstellung des englischen Textes mit der deutschen \u00dcbersetzung nur knapp achtzig Seiten.<\/p>\n<p>Dabei ist diese zweisprachige Anordnung sicher sinnvoll. Hans-Ulrich M\u00f6hring hat beim \u00dcbersetzen die alte Frage zu entscheiden gehabt, ob er dem Inhalt m\u00f6glichst treu bleibt und die Form vernachl\u00e4ssigt oder umgekehrt, und sich zugunsten der Form entschieden; da ist dann der Blick auf die gegen\u00fcberliegende Seite, hin zum englischen Text, immer eine angenehme Versicherung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In the South from sleep \u22c5 to swift fury<br \/>\na storm was stirred, \u22c5 striding northward<br \/>\nover legues of water \u22c5 loud with thunder<br \/>\nand roaring rain \u22c5 it rushed onward.<br \/>\nTheir hoary heads \u22c5 hills and mountains<br \/>\ntossed in tumult \u22c5 on the towering seas.<\/p>\n<p>Aus Schlummer schlug um \u22c5 zu schleunigem Toben<br \/>\nein Wetter und wallte \u22c5 weit \u00fcbers Meer,<br \/>\nes sauste von S\u00fcden \u22c5 wie besessen nach Norden<br \/>\nmit br\u00fcllendem Donner \u22c5 und brausendem Regen.<br \/>\nWutentbrannt warfen \u22c5 ihre wei\u00dfen K\u00e4mme<br \/>\ngewaltige Wellen \u22c5 in die w\u00fchlende See.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8211; So beginnt auf Seite 52 (Englisch) beziehungsweise Seite 53 (Deutsch) der dritte Gesang; ich denke, da kann man sich schon ein Bild machen bez\u00fcglich der Art der \u00dcbersetzung?! Und auch der Art der Verse, selbstredend &#8230;<\/p>\n<p>Aus den vielen Seiten Erl\u00e4uterungen f\u00fchre ich nur ein kurzes Wort von Tolkien selbst an, der im &#8222;Anhang A&#8220; zu Wort kommt in Form eines Vortrags zur altenglischen Dichtung. Da steht also auf Seite 279:<\/p>\n<p><em>Unsere Sprache ist mittlerweile leichtbeweglich geworden (in den Silben) und kann sehr flink und flexibel sein, aber lautlich ist sie recht d\u00fcnn und in ihrer Bedeutung oft diffus und verschwommen. Die Sprache unserer Vorfahren, besonders die dichterische, war langsam, nicht sehr beweglich, aber sehr vollt\u00f6nend und ungemein dicht und konzentriert, jedenfalls die eines guten Dichters.<\/em><\/p>\n<p>Da geht es nicht um Deutsch, klar; aber eine nachdenkenswerte Feststellung allemal!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>J.R.R. Tolkien: K\u00f6nig Arthurs Untergang. 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