{"id":4454,"date":"2015-05-22T00:53:02","date_gmt":"2015-05-21T22:53:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wababbel.de\/ferdi\/?p=4454"},"modified":"2015-05-22T01:00:00","modified_gmt":"2015-05-21T23:00:00","slug":"buecher-zum-vers-74","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/?p=4454","title":{"rendered":"B\u00fccher zum Vers (74)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Renate B\u00f6schenstein: Idylle<\/strong><\/p>\n<p>Ein 1967 in der &#8222;Sammlung Metzler&#8220;erschienener Band und, wie die allermeisten B\u00e4nde dieser Reihe: ein lesenswerter.<\/p>\n<p>Aber warum &#8222;Idylle&#8220;? Ein Blick ins Inhaltsverzeichnis lehrt, dass (neben anderen) Goethe, Schiller, Voss, H\u00f6lderlin, Kleist, Jean Paul, Hebbel, Platen und M\u00f6rike (Vers-)Idyllen geschrieben und \/ oder \u00fcber die Gattung nachgedacht haben; und diese Namensliste ist sicherlich Grund genug f\u00fcr einen genaueren Blick, auch wenn die Idylle als Gattung heute nicht mehr so im Vordergrund steht! Und das ist nur der deutsche Anteil an einer europ\u00e4ischen Idyllen-Tradition, die sich in der griechischen Antike begr\u00fcndet und von da an jahrtausendelang in allen europ\u00e4ischen Literaturen anzutreffen war &#8230;<\/p>\n<p>Dementsprechend sind die\u00a0 Grundgedanken dieser Gattung auch heute noch wirksam, vielleicht eher im verborgenen, aber sp\u00fcrbar; und manchmal kommen sie an unerwarteter Stelle zum Vorschein! So zum Beispiel im April dieses Jahres, als auf <strong>zeit.de<\/strong> ein langes <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2015\/12\/wolf-haas-autor-krimi-boom\" target=\"_blank\">Interview mit Wolf Haas<\/a> erschien, in dem unter anderem zu lesen war:<\/p>\n<p><em><strong>ZEIT:<\/strong> Stiften Krimis hinterr\u00fccks so was wie gesellschaftlichen Zusammenhalt?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Haas:<\/strong> Vielleicht. Die meisten Krimis empfinde ich gattungsm\u00e4\u00dfig eigentlich als Idyllen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>ZEIT:<\/strong> Deshalb auch der gro\u00dfe Erfolg von Regionalkrimis?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Haas:<\/strong> Genau. Gerade durch die kriminelle St\u00f6rung wirkt die Welt eigentlich intakt und abgegrenzt, die Polizeiarbeit hat so was Integres, fast wie die letzte nicht entfremdete Arbeit. Und die landestypischen Spezifika, das typisch Italienische, Skandinavische, Englische, haben in einer globalisierten Welt ja auch fast was von einer folkloristischen Behauptung.<\/em><\/p>\n<p>B\u00f6schenstein er\u00f6ffnet ihren Band mit einem Abschnitt &#8222;Probleme der Gattung Idylle&#8220;, worin ausf\u00fchrlich die Schwierigkeit besprochen wird, diese Gattung \u00fcberhaupt erst einmal zu bestimmen; Haas nennt einige der Gr\u00f6\u00dfen, die sie dabei gleichfalls in Augenschein nimmt, mit &#8222;Jetztzeitbezug&#8220;.<\/p>\n<p>Nun lese ich keine Krimis, aber diese Betrachtungsweise finde ich dann doch recht bedenkenswert!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Renate B\u00f6schenstein: Idylle Ein 1967 in der &#8222;Sammlung Metzler&#8220;erschienener Band und, wie die allermeisten B\u00e4nde dieser Reihe: ein lesenswerter. Aber warum &#8222;Idylle&#8220;? 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