{"id":4503,"date":"2015-06-02T01:22:13","date_gmt":"2015-06-01T23:22:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wababbel.de\/ferdi\/?p=4503"},"modified":"2015-06-02T01:42:14","modified_gmt":"2015-06-01T23:42:14","slug":"buecher-zum-vers-75","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/?p=4503","title":{"rendered":"B\u00fccher zum Vers (75)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ulrich H\u00f6tzer: M\u00f6rikes heimliche Modernit\u00e4t.<\/strong><\/p>\n<p>In diesem 1998 bei De Gruyter erschienenen Band findet sich vieles lesenswertes, ich m\u00f6chte aber vor allem hinweisen auf <em>&#8222;Grata negligentia&#8220; &#8211; &#8222;Ungestiefelte Hexameter&#8220;? Bemerkungen zu Goethes und M\u00f6rikes Hexameter. <\/em>Da gibt es auf \u00fcber 30 Seiten nicht nur sehr viel \u00fcber Goethe und M\u00f6rike zu erfahren, sondern vor allem ungemein wissenswertes \u00fcber den Hexameter an sich. Wer sich mit diesem Vers besch\u00e4ftigt, sollte H\u00f6tzers Text unbedingt lesen! Er ist zum allergr\u00f6\u00dften Teil auch im Netz einsehbar: <a href=\"https:\/\/books.google.de\/books?id=dSpfCAAAQBAJ&amp;pg=PA49&amp;lpg=PA49&amp;dq=%22klassische+versma%C3%9F+des+antiken+epos%22&amp;source=bl&amp;ots=6ovscGJ8tg&amp;sig=ZcxmXwTxv3gcLzP5b8u2eGn8QX0&amp;hl=de&amp;sa=X&amp;ei=cONsVfeKMcW2UZybgpAC&amp;ved=0CCIQ6AEwAA#v=onepage&amp;q=%22klassische%20versma%C3%9F%20des%20antiken%20epos%22&amp;f=false\" target=\"_blank\">Hier<\/a>.<\/p>\n<p><em>Beide Dichter haben ein sicheres Gesp\u00fcr f\u00fcr das rein Epische des Hexameters. Mit stets gleichbleibender Geb\u00e4rde stellt dieser Vers, unendlich gereiht, Welt vor den Leser oder H\u00f6rer hin, und der gleichartige, aber nie identische Rhythmus spricht stets dieselbe Bewusstseinsebene an: aus dem Abstand betrachtende Anteilnahme. Das wird noch deutlicher, wenn wir den stichischen Hexameter mit dem elegischen Distichon vergleichen, wo der beruhigende Fluss des Hexameters durch den Gegenschlag des Pentameters unterbrochen wird. Der st\u00e4ndige Wechsel von gelassener Betrachtung und erregter Anteilnahme schafft im H\u00f6rer eine andersgeartete, intensivere Bewusstseinslage, eine Art &#8222;gebrochener Anschauung&#8220;. Das Distichon bildet Welt und reflektiert sie zugleich im F\u00fchlen oder Denken.  (&#8230;) Der Hexameter dagegen stellt dem H\u00f6rer Welt gegen\u00fcber als reine, ungemischte und ungebrochene Gegenwart.<\/em><\/p>\n<p>&#8211; Eine meiner Lieblingsstellen (auf den Seiten 75 und 76 zu finden), die ich seit Jahren bei passenden (und wahrscheinlich auch weniger passenden!) Gelegenheiten anzuf\u00fchren pflege &#8230; Aber ich denke halt, H\u00f6tzer hat sehr Recht mit dem, was er da schreibt, und ein sicheres Verst\u00e4ndnis dieser &#8222;Wesensmerkmale&#8220; hilft beim eigenen Schreiben unbedingt!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ulrich H\u00f6tzer: M\u00f6rikes heimliche Modernit\u00e4t. In diesem 1998 bei De Gruyter erschienenen Band findet sich vieles lesenswertes, ich m\u00f6chte aber vor allem hinweisen auf &#8222;Grata negligentia&#8220; &#8211; &#8222;Ungestiefelte Hexameter&#8220;? Bemerkungen zu Goethes und M\u00f6rikes Hexameter. 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