{"id":48,"date":"2013-12-12T00:08:28","date_gmt":"2013-12-11T22:08:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wababbel.de\/ferdi\/?p=48"},"modified":"2013-12-12T00:13:20","modified_gmt":"2013-12-11T22:13:20","slug":"erzaehlverse-der-trochaeische-vierheber-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/?p=48","title":{"rendered":"Erz\u00e4hlverse: Der troch\u00e4ische Vierheber (1)"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"postbody\">Der troch\u00e4ische Vierheber sieht im Silbenbild so aus:<\/span><\/p>\n<p>X x X x X x X x<\/p>\n<p>Wobei <span style=\"font-weight: bold\">X<\/span>\u00a0 eine betonte Silbe meint, und <span style=\"font-weight: bold\">x<\/span> eine unbetonte Silbe.<\/p>\n<p>Dieser Vers ist schon wirklich lange in der deutschen Dichtung vertreten, vor allem in gereimter Form als Bestandteil strophischer Gedichte. Hier, soll er aber in seiner ungereimten und gereihten Form betrachtet werden! Verwendet worden ist er so in vielen Bereichen, ich m\u00f6chte ihn hier vor allem als epischen Erz\u00e4hlvers vorstellen; aber auch die anderen Verwendungen werden erw\u00e4hnt, unter anderem gleich zu Beginn des Fadens.<\/p>\n<p>Diese Art des &#8222;Vierhebers&#8220; (ich erspare mir ab jetzt das &#8222;troch\u00e4isch&#8220;) ist ein sehr einfach zu schreibender Vers, eigentlich ein f\u00fcr Einsteiger bestens geeignetes Ma\u00df: man schwingt fast sofort in seinen Tonfall ein, und die Ergebnisse sind immer als &#8222;gestaltete&#8220; Sprache zu erkennen!<\/p>\n<p>Wenn er aber nicht nur &#8222;brauchbar&#8220; klingen soll, sondern &#8222;wirklich gut&#8220;: dann braucht ein Verfasser auch beim Vierheber eine klare Vorstellung davon, wie das Innenleben des Verses aussieht. Daher wird es hier nach und nach um die Eigenheiten des Verses gehen. Dazu z\u00e4hlen:<\/p>\n<p>&#8211; Der Vers ist mit acht Silben recht kurz. Welche S\u00e4tze, welche Satzteile f\u00fcgen sich gut in diesen Rahmen, welche weniger gut?!<\/p>\n<p>&#8211; Der Vers ist starr; er hat zum Beispiel viel weniger M\u00f6glichkeiten, die grundlegende Silbenanordnung abzuwandeln, als der Blankvers. Trotzdem muss er auf l\u00e4ngere Strecken abwechslungsreich klingen, muss die Aufmerksamkeit des H\u00f6rers wachhalten.<\/p>\n<p>Wie gelingt das?! Wie muss dazu der Versbeginn, wie das Verinnere, und wie vor allem das Versende gestaltet werden? Was darf man dabei <span style=\"font-style: italic\">nicht<\/span> machen??<\/p>\n<p>&#8211; Der Vers ist ungereimt, sollte aber, wie jeder Vers, als grundlegende Einheit des Textes erfahrbar sein; sich nicht vollst\u00e4ndig dem Satz unterordnen. Wie bestimmt sich im Vierheber dieses Spannungsverh\u00e4ltnis zwischen Vers und Satz?<\/p>\n<p>&#8211; Welche der L\u00f6sungen, die in vergangenen Jahrhunderten f\u00fcr diese Fragen gefunden worden sind, sind auch heute noch anwendbar? Welche neuen M\u00f6glichkeiten sind denkbar?<\/p>\n<p>Es g\u00e4be noch ein paar andere Dinge, aber ich denke, das genannte reicht f\u00fcrs erste, damit kann man schon einiges anfangen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der troch\u00e4ische Vierheber sieht im Silbenbild so aus: X x X x X x X x Wobei X\u00a0 eine betonte Silbe meint, und x eine unbetonte Silbe. Dieser Vers ist schon wirklich lange in der deutschen Dichtung vertreten, vor allem in gereimter Form als Bestandteil strophischer Gedichte. 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