{"id":7059,"date":"2016-12-21T21:41:44","date_gmt":"2016-12-21T20:41:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wababbel.de\/ferdi\/?p=7059"},"modified":"2016-12-21T21:42:49","modified_gmt":"2016-12-21T20:42:49","slug":"erzaehlformen-das-distichon-58","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/?p=7059","title":{"rendered":"Erz\u00e4hlformen: Das Distichon (58)"},"content":{"rendered":"<p><em>Die deutsche Sprache ist auf einen so hohen Grad der Ausbildung gelangt, dass einem jeden in die Hand gegeben ist, sowohl in Prosa als in Rhythmen und Reimen sich dem Gegenstande wie der Empfindung gem\u00e4\u00df nach seinem Verm\u00f6gen gl\u00fccklich auszudr\u00fccken.<\/em><\/p>\n<p>&#8211; Sagt Johann Wolfgang Goethe und kommt damit auf einen Gegenstand, den auch die Epigrammatiker gerne behandelt haben. Friedrich Schiller schrieb zum Beispiel in Bezug auf die &#8222;Rhythmen und Reime&#8220;, die Verhei\u00dfung des Freundes einschr\u00e4nkend:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Dilettant<\/em><\/p>\n<p>Weil ein Vers dir gelingt in einer gebildeten Sprache,<br \/>\nDie f\u00fcr dich dichtet und denkt, glaubst du schon Dichter zu sein?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und auch Friedrich Hebbel schlug sp\u00e4ter in die gleiche Kerbe:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Die Poesie der Formen<\/em><\/p>\n<p>Was in den Formen schon liegt, das setze nicht dir auf die Rechnung:<br \/>\nIst das Klavier erst gebaut, wecken auch Kinder den Ton.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Inzwischen liegen ann\u00e4hrend 200 Jahre zwischen Goethe und der Jetztzeit, und wenn die deutsche Sprache damals schon &#8222;auf einen so hohen Grad der Ausbildung gelangt&#8220; war, wie geht es ihr dann heute? Wer wei\u00df; Schillers und Hebbels Einw\u00fcrfe scheinen mir aber nach wie vor g\u00fcltig &#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die deutsche Sprache ist auf einen so hohen Grad der Ausbildung gelangt, dass einem jeden in die Hand gegeben ist, sowohl in Prosa als in Rhythmen und Reimen sich dem Gegenstande wie der Empfindung gem\u00e4\u00df nach seinem Verm\u00f6gen gl\u00fccklich auszudr\u00fccken. &#8211; Sagt Johann Wolfgang Goethe und kommt damit auf einen Gegenstand, den auch die Epigrammatiker&#8230; <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/?p=7059\">Read More <span class=\"screen-reader-text\"> in Erz\u00e4hlformen: Das Distichon (58)<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[],"class_list":["post-7059","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7059","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7059"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7059\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7061,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7059\/revisions\/7061"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7059"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7059"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7059"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}