{"id":7712,"date":"2017-05-30T22:44:29","date_gmt":"2017-05-30T21:44:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wababbel.de\/ferdi\/?p=7712"},"modified":"2017-05-31T10:00:59","modified_gmt":"2017-05-31T09:00:59","slug":"buecher-zum-vers-105","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/?p=7712","title":{"rendered":"B\u00fccher zum Vers (105)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Walter Jost: Probleme und Theorien der deutschen und englischen Verslehre<\/strong>. Mit einem Sonderteil \u00fcber die Form des alemannischen Mundarthexameters bei Johann Peter Hebel und den Schweizern.<\/p>\n<p>Ein sperriger Titel, der eine eher trockene Abhandlung erwarten l\u00e4sst; und tats\u00e4chlich lassen sich Josts Ausf\u00fchrungen selten &#8222;einfach so weglesen&#8220;. Lohnenswert sind sie aber trotzdem! Ein knappes Beispiel aus dem Hexameter-Kapitel, betreffend das &#8222;Gleichma\u00df von zwei- und dreisilbigem Takt&#8220;:<\/p>\n<p>&#8222;<em>Die Forderung nach kr\u00e4ftiger Hebung im Zweisilber<\/em>. Der Hexameter mit seinen Takten von zweierlei Silbenzahl bedarf in besonderem Ma\u00dfe der R\u00fccksicht auf das Gebot ann\u00e4hrender Gleichheit der Taktdauer.\u00a0 Dazu bekennen sich auch Metriker, die nur bedingt taktgl\u00e4ubig sind, so mit Entschiedenheit Minor, so ohne wesentliche Einschr\u00e4nkung de facto auch der dem Taktprinzip abgeneigte Saran.<\/p>\n<p>Heusler, der vom Dreivierteltakt des deutschen Hexameters ausgeht, will die Ebenb\u00fcrtigkeit des Zweisilblers gegen\u00fcber dem Dreisilbler so erreichen: &#8218;Der zweisilbige Hexametertakt&#8216;, schreibt er, &#8218;verlangt eine gewichtigere Iktussilbe als die zweisilbigen Takte der meisten anderen Ma\u00dfe, weil er die Waage halten muss den umgebenden und als taktsetzend empfundenen dreisilbigen Takten; quantitativ ausgedr\u00fcckt: weil seine Hebungssilbe zwei Morae misst.&#8216;<\/p>\n<p>Entsprechend hatte schon Vo\u00df, der den Hexametertakt als vierzeitig betrachtet, bei troch\u00e4ischer Taktf\u00fcllung, das hei\u00dft bei F\u00fcllung lang-kurz, der Hebung &#8218;\u00dcberl\u00e4nge&#8216; zugesprochen, um zeitliche Gleichheit mit dem Daktylus herzustellen.&#8220; (Seite 74)<\/p>\n<p>Und auf diese Art aufz\u00e4hlend, vergleichend und beurteilend f\u00e4hrt er fort, sowohl in Bezug auf den deutschen als auch auf den englischen Hexameter.<\/p>\n<p>Der umfangreiche &#8222;Sonderteil&#8220; ist an sich gleichfalls sehr lesenswert, d\u00fcrfte aber weiter s\u00fcdlich wohnenden Vers- Hexameterfreunden mehr Freude bereiten als mir, der ich dem &#8222;Alemannischen&#8220; doch eher fremd gegen\u00fcberstehe!<\/p>\n<p>Erschienen ist der Band 1976 bei Lang.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Walter Jost: Probleme und Theorien der deutschen und englischen Verslehre. 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