{"id":8037,"date":"2017-08-25T22:26:03","date_gmt":"2017-08-25T21:26:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wababbel.de\/ferdi\/?p=8037"},"modified":"2017-08-26T18:41:22","modified_gmt":"2017-08-26T17:41:22","slug":"der-rheinfall-im-vergleich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/?p=8037","title":{"rendered":"Der Rheinfall im Vergleich"},"content":{"rendered":"<p>Wieder ein Gedicht zum &#8222;Rheinfall von Schaffhausen&#8220; &#8211; er fand schon Erw\u00e4hnung in <a href=\"http:\/\/www.wababbel.de\/ferdi\/2014\/07\/05\/erzaehlverse-der-hexameter-53\/\">Der Hexameter (53)<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.wababbel.de\/ferdi\/2015\/03\/11\/erzaehlformen-das-sonett-13\/\">Das Sonett (13)<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.wababbel.de\/ferdi\/2015\/02\/25\/ganz-frei\/\">Ganz frei <\/a>, <a href=\"http:\/\/www.wababbel.de\/ferdi\/2017\/02\/24\/erzaehlformen-das-distichon-73\/\">Das Distichon (73)<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.wababbel.de\/ferdi\/2017\/04\/14\/die-wogenpferde\/\">Die Wogenpferde<\/a> (und nicht zu vergessen <a href=\"http:\/\/www.wababbel.de\/ferdi\/2016\/09\/25\/erzaehlformen-das-distichon-41\/\">Das Distichon (41)<\/a> zum <em>Zackenfall<\/em>).<\/p>\n<p>&#8211; Ich wei\u00df, die \u00dcberschrift klingt leicht missverst\u00e4ndlich &#8230; Es geht um die Beschreibung des Rheinfalls am Anfang von Friedrich Gottlieb Klopstocks Ode &#8222;Aganippe und Phiala&#8220;, bei der es aber gar nicht wirklich um den Rheinfall geht, sondern er als Vergleichsgegenstand herhalten muss, hier: des Gesangs! Womit Klopstock dann auch schon seinen eigenen meinte &#8230; Die ersten f\u00fcnf Strophen:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie der Rhein im h\u00f6heren Tal fern herkommt,<br \/>\nRauschend, als k\u00e4m Wald und Felsen mit ihm,<br \/>\nHochwogig erhebt sich sein Strom,<br \/>\nWie das Weltmeer die Gestade<\/p>\n<p>Mit gehobner Woge best\u00fcrmt! Als donnr&#8216; er,<br \/>\nRauschet der Strom, sch\u00e4umt, fliegt, st\u00fcrzt sich herab<br \/>\nIns Blumengefild&#8216;, und im Fall<br \/>\nWird er Silber, das emporst\u00e4ubt.<\/p>\n<p>So ert\u00f6nt, so str\u00f6mt der Gesang; Thuiskon,<br \/>\nDeines Geschlechts. Tief lags, Vater, und lang<br \/>\nIn s\u00e4umendem Schlaf, unerweckt<br \/>\nVon dem Aufschwung und dem Tonfall<\/p>\n<p>Des Apollo, wenn, der Hellenen Dichter,<br \/>\nPh\u00f6bus Apoll Lorbeern, und dem Eurot<br \/>\nGes\u00e4nge des h\u00f6heren Flugs<br \/>\nIn dem Lautma\u00df der Natur sang,<\/p>\n<p>Und den Hain sie lehrt&#8216;, und den Strom. Weitrauschend<br \/>\nHalltest du&#8217;s ihm, Strom, nach, Lorbeer, und du<br \/>\nGelinde mit lispelndem Wehn,<br \/>\nWie der Nachhall des Eurotas.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dazu lie\u00dfe sich jetzt manches sagen, aber ich denke, f\u00fcr die heutige Zeit ist das doch deutlich zu verschwurbelt und inhaltlich ohnehin nicht mehr verst\u00e4ndlich?! Aber immerhin, die zweite Strophe, die mit dem Rheinfall: die ist gut! (Auch wenn Klopstock, wie alle anderen, die den Rheinfall besungen haben, nicht ohne das &#8222;donnern&#8220; auskommt.)<\/p>\n<p>Wer metrische T\u00fcftelarbeit liebt, kann ja einmal versuchen, der Strophe auf die Schliche zu kommen, die Klopstock hier verwendet hat; aber Vorsicht! Es ist eine seiner Eigenentwicklungen, und daher ziemlich ungew\u00f6hnlich. Aber darum geht es ja der ganzen Ode &#8211; um genau diese Art von &#8222;Gesang&#8220; &#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wieder ein Gedicht zum &#8222;Rheinfall von Schaffhausen&#8220; &#8211; er fand schon Erw\u00e4hnung in Der Hexameter (53), Das Sonett (13), Ganz frei , Das Distichon (73) und Die Wogenpferde (und nicht zu vergessen Das Distichon (41) zum Zackenfall). &#8211; Ich wei\u00df, die \u00dcberschrift klingt leicht missverst\u00e4ndlich &#8230; Es geht um die Beschreibung des Rheinfalls am Anfang&#8230; <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/?p=8037\">Read More <span class=\"screen-reader-text\"> in Der Rheinfall im Vergleich<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[],"class_list":["post-8037","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8037","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8037"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8037\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8044,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8037\/revisions\/8044"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8037"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8037"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8037"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}