{"id":9622,"date":"2020-01-22T21:44:05","date_gmt":"2020-01-22T20:44:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wababbel.de\/ferdi\/?p=9622"},"modified":"2020-01-16T21:51:28","modified_gmt":"2020-01-16T20:51:28","slug":"die-uz-strophe-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/?p=9622","title":{"rendered":"Die Uz-Strophe (2)"},"content":{"rendered":"\n<p>Streng umgesetzt hat die im ersten Eintrag vorgestellte Grundstrophe Nikolaus Dietrich Giseke in seinem vielstrophigen &#8222;Winter&#8220;; hier folgen nur einige Strophen daraus, beginnend mit dem Aufrufen der zur Jahreszeit geh\u00f6renden Stille:<\/p>\n\n\n\n<p><em>Die W\u00e4lder feiern. Es herrscht ein n\u00e4chtliches Schweigen in ihnen,<br>Und tiefe Stille verdr\u00e4nget den L\u00e4rm.<br>Nur selten zwitschert hier noch ein einsam irrender Vogel,<br>Und sucht die sparsame Nahrung im Schnee.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Diese Stille zieht sich durch das Gedicht, in der folgenden Strophe taucht sie als das &#8222;sie&#8220; des Anfangs auf:<\/p>\n\n\n\n<p><em>Sie ruft uns vor den Kamin. Uns brennt ein milderes Feuer<br>Als auf dem st\u00e4dtischen, k\u00e4rglichen Herd.<br>Zufrieden sitzen um ihn wir gleichen, z\u00e4rtlichen Freunde<br>In einem engen, vertraulichen Kreis.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Oder hier:<\/p>\n\n\n\n<p><em>Indessen schweiget um uns die ganze Gegend. Die Stille<br>Bewohnt das Dorf und den Hof und das Haus,<br>Wenn nicht das mutige Ross in dem benachbarten Stalle<br>Sich sch\u00fcttelt, stampfet und Futter begehrt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wobei zur Stille des Winters noch die Stille der Nacht kommt \u2026<\/p>\n\n\n\n<p><em>Oft lockt der freundliche Mond und sein Gefolge, die Sterne,<br>Den k\u00fchnen Fu\u00df in den Garten hinaus.<br>Und ernsthaft schauet auf uns der majest\u00e4tische Himmel<br>Mit seinen zahllosen Welten herab.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u2026 und auch die Einsamkeit. Aber eine ganz eigene:<\/p>\n\n\n\n<p><em>Der Tag eilt fr\u00f6hlich hinweg. Die Sonne sieht uns, und freut sich,<br>Und gern verweilte sie l\u00e4nger bei uns;<br>Doch sie muss eilen. Ihr folgt der Abend, unser Vertrauter,<br>Er, aller Liebenden Liebling und Freund.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Ihr kostbaren Stunden, euch st\u00f6rt kein unbequemer Besucher!<br>Ihr bleibt dem reinsten Vergn\u00fcgen bestimmt.<br>O Einsamkeit! Sei mir gegr\u00fc\u00dft! In meiner Daphne Gesellschaft<br>Begl\u00fcckst du jede Minute mit Lust.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wie gesagt, das ist nur ein Teil des Gedichts, sechs von 32 Strophen; aber der zur Form geh\u00f6rende Ton, hier in Gisekes Ausformung, wird doch ganz gut h\u00f6rbar?!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Streng umgesetzt hat die im ersten Eintrag vorgestellte Grundstrophe Nikolaus Dietrich Giseke in seinem vielstrophigen &#8222;Winter&#8220;; hier folgen nur einige Strophen daraus, beginnend mit dem Aufrufen der zur Jahreszeit geh\u00f6renden Stille: Die W\u00e4lder feiern. Es herrscht ein n\u00e4chtliches Schweigen in ihnen,Und tiefe Stille verdr\u00e4nget den L\u00e4rm.Nur selten zwitschert hier noch ein einsam irrender Vogel,Und sucht&#8230; <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/?p=9622\">Read More <span class=\"screen-reader-text\"> in Die Uz-Strophe (2)<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[],"class_list":["post-9622","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9622","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9622"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9622\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9623,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9622\/revisions\/9623"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9622"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9622"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/verserzaehler.wababbel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9622"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}